Nachdem Apple in Frankreich nahezu ungeschoren aus dem monatelangen Hickhack um die dortige Urheberrechtsreform hervorging, hoffen die Macher von iTunes und iPod nun auch auf Milde in Skandinavien. Immerhin hat Apple fristgerecht auf die Beschwerden der dortigen Verbraucherschützer reagiert.
Konsumentengruppen in Norwegen, Schweden und Dänemark hatten im Juni gleichzeitig Beschwerde bei Apple eingereicht. Darin hatten sie gefordert, dass iTunes-Downloads auch auf anderen Plattformen abspielbar sein müssen. Bei Zuwiderhandlung müsse Apple mit Geldstrafen und in der Folge mit rechtlichen Schritten rechnen. Die norwegische Verbraucherschutzvereinigung Forbrukerrådet hatte zudem beanstandet, dass die iTunes-AGBs gegen geltendes Vertragsrecht in Norwegen verstoßen. Der Verbraucherrat beklagte, dass sich Apple jederzeit das Recht nimmt, die im FairPlay-DRM definierten Nutzungsrechte an der verkauften Ware zu verändern.
Am 1. August ging nun bei den Verbraucherstellen die schriftliche Stellungnahme des Computerherstellers ein. Über deren Inhalt wurde zunächst wenig bekannt, Apple habe sich weitgehend Vertraulichkeit zusichern lassen, hieß es. Doch vom Entgegenkommen der Kalifornier hängt die Zukunft des iTunes Store in Skandinavien ab, hatten die Konsumentengruppen getönt. „Sollten sie gar nichts ändern, werden wir sie höchstwahrscheinlich vor Gericht zerren“, erklärte Björn Smith von der schwedischen Behörde.





