Die EU-Verbraucherschutzkommissarin Maglena Kuneva hat versucht, ihre kritischen Aussagen zu iTunes und iPod sowie zu der viel diskutierten Inkompatibilität des Apple-DRM FairPlay mit anderen Geräten zu relativieren. Sie wolle lediglich den Stein ins Rollen bringen und plane keine rechtlichen Schritte, sagte Kuneva vor Journalisten in Straßburg.
„Ich würde hier wirklich gerne eine Diskussion in Gang bringen. Darüber, was für die Entwicklung dieses Marktes am besten ist, und wie man mehr Konsumenten dazu bringen kann, diese wirklich wichtige und moderne Form des Musikgenusses zu erleben.“ Es gebe allerdings keinerlei Anlass, gesetzgeberische Maßnahmen gegen Apple einzuleiten.
In einem Interview mit dem Magazin „Focus“ hatte die EU-Kommissarin noch getönt: „Finden Sie es in Ordnung, dass eine CD auf allen CD-Playern läuft, ein iTunes-Song aber nur auf einem iPod? Ich nicht. So etwas muss sich ändern.“ Am 13. März ging sie jedoch mit ihren Äußerungen nicht so weit. Stattdessen erklärte Kuneva, dass sie in dieser Angelegenheit eng mit Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes zusammenarbeite. Deren Ressort habe bislang keine Gründe entdeckt, warum man Ermittlungen gegen Apple einleiten müsste.
Unterdessen will sich Bundesverbraucherschutzminister Hort Seehofer während der derzeitigen deutschen EU-Ratspräsidentschaft für mehr „Verbrauchersouveränität in der digitalen Welt“ einsetzen.






