Apple mag weltweit der Marktführer bei kostenpflichtigen Downloads sein, doch auf dem deutschen Markt hat Musicload weiter unangefochten die Nase vorn. Die aktuelle W3B-Studie der Marktforscher von Fittkau & Maaß spricht dem Downloadportal von T-Online den höchsten Marktanteil zu: Von den drei Vierteln aller deutschen Internetnutzer, die sich für Musikdateien interessierten, würden 19,5 Prozent Musicload ansteuern. Apples iTunes Music Store kommt dagegen nur auf 7,2 Prozent, dahinter folgt der Shop von AOL mit 6,6 Prozent. Die nächstgenannte Downloadquelle ist dann mit Allofmp3.com allerdings ein in Deutschland illegales Angebot.
Obwohl also eine Mehrheit der Downloadkunden Dateien im Format Windows Media kauft, greift dennoch die Hälfte der deutschen Playerkunden bei Festplattengeräten zum iPod – obwohl dieser mit WMA-Dateien nichts anfangen kann. Bei Digitalplayern mit Speicherkapazitäten von mehr als zwei GB liegt der iPod mit über 50 Prozent Marktanteil vorn, auf den Plätzen folgen die Hersteller Creative mit 13 und Sony mit acht Prozent.
Rechnet man jedoch die verkauften Flashplayer mit ein, schrumpft Apples Führung auch hier deutlich: Von allen Eigentümern eines Digitalplayers gaben laut Fittkau & Maaß 15 Prozent an, ein Gerät von Sony zu besitzen, Apple folgt erst mit einem Anteil von zehn und Thomson mit sieben Prozent. Mittlerweile hat schon jeder dritte Deutsche eines dieser Geräte, weitere neun Prozent planen den Kauf in den nächsten sechs Monaten.
Ein Viertel der deutschen Internetnutzer ist an kommerziellen Downloadangeboten interessiert, ein Zehntel hat schon mal Musik als Datei gekauft.





