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Apple droht Abflauen des iPod-Booms

Marktbeobachter gehen davon aus, dass das seit zwei Jahren ungebremste Wachstum beim Absatz von Apples iPod bald ein Ende haben wird. Der Computerhersteller rechnet offenbar selbst mit einer Verkaufsdelle und bietet in den USA nun Sonderrabatte.

Marktbeobachter gehen davon aus, dass das seit zwei Jahren ungebremste Wachstum beim Absatz von Apples iPod bald ein Ende haben wird. Der Computerhersteller rechnet offenbar selbst mit einer Verkaufsdelle und bietet in den USA nun Sonderrabatte: Wer seinen alten iPod in einem der rund 100 Apple-Stores des Landes zur fachgerechten Entsorgung abgibt, erhält beim Kauf eines neuen Geräts zehn Prozent Preisnachlass.

Im letzten Quartal hatte Apple noch 5,3 Mio. Exemplare seines MP3-Players absetzen können – so viel wie nie zuvor. Doch in den drei Folgemonaten, die am 25. Juni enden, wird der Absatz erstmals stagnieren, prognostizieren die Analysten David Baily und Laura Conigliaro von Goldman Sachs. Lediglich beim billigen iPod shuffle seien Zuwächse von etwa zehn Prozent zu erwarten, die anderen Modelle würden sich dagegen schwächer verkaufen.

Gene Munster von Piper Jaffray hingegen hält nichts von vorschnellen Schlüssen und verweist auf den Umstand, dass das Juni-Quartal bei Apple schon immer schwach war. Erst zum Schulbeginn im Herbst und dann wieder in der Vorweihnachtszeit sei wieder mit Wachstumsmeldungen zu rechnen. An der Börse musste Apple unter anderem deshalb erstmals seit vielen Monaten wieder Verluste hinnehmen: Der Kurs fiel um rund 4,5 Prozent auf 38,24 Dollar. Aber auch die Gerüchte um einen möglichen Wechsel des Prozessorenzulieferers – von IBM zu Intel – und die außergerichtliche Einigung im Streit um die Batterieleistung des iPod drückten den Apple-Kurs.

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