Kino

Kulturverbände fordern Verlängerung des KulturPasses

Anlässlich der Haushaltsverhandlungen im Bund fordert ein Bündnis aus Kulturverbänden wie der AG Kino – Gilde, dem HDF Kino, dem Bundesverband kommunale Filmarbeit und dwm Forum Musikwirtschaft ein klares Signal für die Fortführung des KulturPasses im kommenden Jahr.

Anlässlich der Verhandlungen zum Bundeshaushalt 2024 hat sich ein Bündnis aus Kulturverbänden für eine Fortführung des KulturPasses stark gemacht.

Das Angebot war Mitte Juni eingeführt worden und gibt Jugendlichen, die in diesem Jahr 18 Jahre alt werden, die Möglichkeit, ein Guthaben von 200 Euro für kulturelle Angebote wie Kinos, Bücher, Konzerte, Theater, Museen oder Schallplatten zu nutzen.

Wie es in einer aktuellen Mitteilung der sieben Kulturverbände AG Kino – Gilde, HDF Kino, Bundesverband kommunale Filmarbeit, Forum Musikwirtschaft, Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Deutscher Bühnenverein und Deutscher Museumsbund heißt, habe bereits über eine halbe Mio. Menschen die App heruntergeladen, darunter mehr als 200.000 18-Jährige, die mit freigeschaltetem Budget auf 2,2 Mio. Kulturprodukte direkt zugreifen können. Anfang September hatte die Zahl nach Angaben der BKM bei etwas mehr als 170.000 18-Jährigen gelegen.

Die sieben Kulturverbände fordern deshalb, den KulturPass „im Bundeshaushalt 2024 in unverminderter Höhe fortzuführen“.

Das Statement der Verbände im Wortlaut:

„Der KulturPass ist ein wertvolles Instrument zur Stärkung der kulturellen Teilhabe von jungen Menschen, insbesondere wenn ihnen der Zugang zur Kultur bisher nicht ermöglicht wurde. Über den KulturPass wird nicht nur ein niedrigschwelliger Einstieg und ein vielfältiges Angebot gewährt, sondern auch die soziale Interaktion und damit der gesellschaftliche Zusammenhalt gestützt. Kulturelle Teilhabe spielt eine wichtige Rolle dabei, sich aktiv zu unserer pluralistischen Gesellschaft und ihren demokratischen Werten zu bekennen.

Buchhandlungen, Kinos, Konzertveranstalterinnen, Theater, Orchester, Museen, Schallplattenläden und der Musikfachhandel unterstützen das Projekt von Anfang an äußerst engagiert und haben bereits in kurzer Zeit ein beeindruckendes Angebot für die KulturPass-Nutzerinnen auf die Beine gestellt. Gemeinsam mit der BKM und der Stiftung Digitale Chancen arbeiten wir kontinuierlich an einer noch größeren Sichtbarkeit und einfachen Handhabung der Plattform.

Wir sind vom Potenzial des KulturPasses fest überzeugt und fänden es ein verheerendes Signal – sowohl für junge Menschen als auch für die Kulturschaffenden und Kulturorte in unserem Land – dem Pilotprojekt nach seinem vielversprechenden Start keine Möglichkeit der Weiterentwicklung zu geben. Hinter innovativen Vorhaben wie diesem – in Gesellschaft, Wirtschaft, Sport und Kultur gleichermaßen – steckt immer viel Arbeit, um sie nachhaltig wahrnehmbar zu machen. Dies gilt umso mehr, wenn sie in der Breite der Gesellschaft und flächendeckend wirksam sein sollen. Genau dies verfolgt der KulturPass, der in anderen europäischen Ländern bereits zum festen Repertoire der politischen Agenda gehört.

Damit dieses eindrucksvolle Pilotprojekt zum langfristigen Erfolg wird, ist es jetzt an der Zeit, ihm auf politischer Basis eine echte Perspektive zu geben und den KulturPass im Bundeshaushalt 2024 in unverminderter Höhe fortzuführen. Nur so wird sichergestellt, dass die bisher aufgebrachten Ressourcen nachhaltig genutzt, die aufgebaute Infrastruktur kontinuierlich weiterentwickelt und das Angebot auf lange Zeit seine volle Wirkung entfalten wird.“