Der britische Ableger des Internet Service Providers AOL hat eine Aufklärungskampagne gegen illegales Downloaden gestartet. Unter dem Slogan „Play Legal“ sollen Nutzer über die Urheberrechtslage aufgeklärt werden. Auslöser dafür war eine von AOL beauftragte Untersuchung, deren Resultate für die Musikbranche wenig erfreulich waren. Das Institut Mori fand dabei heraus, dass 77 Prozent aller Briten, die sich regelmäßig mit Musik aus dem Internet versorgen, dies mindestens schon einmal illegal getan haben.
51 Prozent aller Befragten laden weiterhin von Anbietern ohne Lizenz herunter. Aber nur 15 Prozent nutzen ausschließlich legale Dienste. Während ein Viertel der Befragten schon mindestens einmal die Filesharing-Software LimeWire benutzt haben, kauften erst 20 Prozent bei iTunes ein. Und 55 Prozent würden ihre Kinder nicht von illegalen Downloads abhalten, so Mori.
Mögliche Ursache: Nur 40 Prozent der Briten verstehen die geltende Rechtslage. Das will AOL UK nun ändern. Der Netzanbieter verpflichtet sich, seine Nutzer mit Onlineaufklärung und Printanzeigen aufzuklären. Zudem werde man mit Partnern in der Industrie am Kampf gegen Onlinepiraterie teilnehmen. Die Kampagne hat den Segen von BPI und IFPI Secretariat.





