Recorded & Publishing

Anti-Piraterie-Dienstleister arbeiten für Musikindustrie

Die Musikindustrie beauftragte angeblich verschiedene Firmen, Online-Tauschbörsen mit defekten Musikdateien und Viren zu attackieren.

Die Musikindustrie beauftragte dem Vernehmen nach verschiedene Firmen, Online-Tauschbörsen mit defekten Musikdateien und Viren zu attackieren. Entsprechende auf Insiderinformationen beruhende Berichte in amerikanischen Print- und Onlinemedien werden von den Plattenfirmen bislang zumindest nicht dementiert. So soll etwa die koreanische Firma Overpeer für die Zunahme manipulierter Musiktitel auf Tauschbörsen wie KaZaA, Morpheus und Grokster verantwortlich sein. Interessantes Detail: Der Chef von Overpeer, Marc Morgenstern, ist zugleich Direktor für neue Medien und stategische Planung bei der US-Verwertungsgesellschaft ASCAP sowie Manager bei Warner Chappell. Als Hauptgeschäftsziel gibt Overpeer auf seiner Homepage den Schutz von Urheberrechten und die Unterbindung von Piraterie in Tauschbörsen an. Auch speziell auf Peer-To-Peer-Angebote abzielende Viren machen den File-Sharing-Diensten immer mehr zu schaffen. Inzwischen ist bei KaZaA innerhalb kürzester Zeit der neunte Virus aufgetaucht, der sich über Tauschdienste verbreitet, auf Rechnern festsetzt und vor allem eine erhebliche Verlangsamung von Downloads zur Folge hat.

Mehr zum Thema