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Analysten rechnen mit schwachem Frühjahrsquartal für Warner

Wall-Street-Experten haben für Warner Music weiterhin keine großen Erwartungen. Der Aktienkurs dümpelt auf dem tiefsten Stand seit Monaten und die jüngsten Bilanzzahlen gäben in Verbindung mit der allgemeinen Branchenkonjunktur kein gutes Gesamtbild ab, finden Analysten.

Die Börsenexperten an der Wall Street haben für die Warner Music Group (WMG) weiterhin keine großen Erwartungen. Der Aktienkurs des US-Majors dümpelt auf dem tiefsten Stand seit Monaten und die jüngsten Bilanzzahlen gäben in Verbindung mit der allgemeinen Branchenkonjunktur kein gutes Gesamtbild ab, finden Analysten.

Während die Tonträgerumsätze im vierten Kalenderquartal 2006 nur um rund ein Prozent gesunken seien, habe die Division Recorded Music bei der WMG einen Umsatzeinbruch von 13 Prozent erlitten, rechnet Richard Greenfield von Pali Capital vor. Da man in den kommenden Monaten mit einem beschleunigten Abwärtstrend der Musikbranche rechnen müsse, sei dies kein ermutigendes Vorzeichen für die Geschäftsentwicklung bei der WMG.

Obendrein habe Warner derzeit mit einem schwachen Veröffentlichungsplan zu kämpfen, was eine Absatzverbesserung zusätzlich erschwere. Daher rechnet Pali für das zweite WMG-Geschäftsjahresquartal, das bis Ende März dauert, mit einem Umsatzeinbruch von mindestens 15 Prozent in der Tonträgersparte. Aktuell lägen die CD-Verkäufe in den USA laut Pali 20 Prozent unter den Vorjahreswerten, während das Downloadgeschäft nur mit 56 Prozent im Plus liegt.

Diese Entwicklung bleibt auch den Anlegern nicht verborgen: Am 14. März sank der Kurs der WMG-Aktie auf nur noch 17,20 Dollar. Einen Tag später erholte sich das Papier zwar wieder leicht und schloss mit 17,55 Dollar, doch insgesamt zeigt der Trend seit Wochen nach unten. Greenfield hält zudem sein „sell“-Rating für die WMG aufrecht.

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