Kurz vor der Bilanz für das zweite Quartal erwarten Analysten von Apple wieder wegweisende Neuerungen. Bei UBS Investment Research gehen die Experten davon aus, dass der Computerhersteller entgegen allen Dementis bald ins Videogeschäft einsteigen wird. Die UBS-Analysten Ben Reitzes und Jeff Brickman kommen in ihrer jüngsten Beurteilung von Apple zu dem Schluss: „Wir wären nicht überrascht, sollte Apple tatsächlich eine Art von Multimedia-iPod auf den Markt bringen.“ Hält der Erfolg von Sonys PlayStation Portable (PSP) weiter an und gewöhnen sich die Konsumenten an das Abspielen von Filmen auf dem kleinen Bildschirm, sei ein entsprechendes Konkurrenzprodukt von Apple nicht mehr ausgeschlossen.
Der Computerhersteller hat solche Vermutungen immer ins Reich der Spekulation verwiesen, Steve Jobs Zitat „It’s the music, stupid“ ist seither in aller Munde. Dennoch könnten die zuletzt bekannt gewordenen Sony-Pläne zum Verkauf von Filmdownloads bei Apple zum Umdenken führen. Die UBS-Marktkenner schätzen einen neuen iPod auf einen Verkaufspreis von rund 500 Dollar, er wäre wie die PSP mit einem Farbdisplay ausgerüstet und hätte mindestens eine Festplatte mit 60 GB Speicher. Mit der Markteinführung rechnen Reitzes und Brickman frühestens im Jahr 2006. Wenn Apple am 13. April seine Zahlen für das Geschäftsjahresquartal, das am 31. März endete, veröffentlicht, rechnen Beobachter auch mit einer Ausdehnung des iTunes Music Store nach Skandinavien.





