Recorded & Publishing

Amerikanisches Indie-Label verklagt Sony BMG

Im so genannten Payola-Streit, bei dem Sony BMG wegen illegaler Praktiken bei der Radiopromotion bereits eine hohe Strafgebühr zahlen musste, verklagte nun das Indie-Label TSR den fusionierten Major auf Schadensersatz.

Im so genannten Payola-Streit, bei der sich Sony BMG wegen illegaler Praktiken bei der Radiopromotion bereits auf eine hohe Strafgebühr mit dem Gericht geeinigt hatte, verklagte nun das Indie-label TSR den fusionierten Major auf Schadensersatz.

Das Label, das vor allem Vinyl-Maxis mit Pop-, Dance-, Flamenco- und Jazz-Musik veröffentlicht hat, hat am Bezirksgericht für Zentral-Kalifornien eine Klage eingereicht, um eine Entschädigung, deren Höhe vor Gericht bestimmt werden soll, für entgangene Gewinne zu erhalten. Die von Tom Hayden, einem ehemaligen Radiopromoter, geführte Firma, beruft sich dabei vor allem auf die von Generalstaatsanwalt Eliot Spitzer bislang veröffentlichten Dokumente zum Fall.

„Wir hatten viele Veröffentlichungen, die sich sehr gut verkauft haben und in den Radio-unabhängigen Hitlisten wie Dance-Charts sehr erfolgreich waren, die es aber wegen des Würgegriffs von Sony BMG auf die Radiostationen nie bis in den Mainstream schafften“, erklärt Hayden. Er wirft dem Major vor, dass es tausende von Indie-Labels gäbe, deren Künstler systematisch von den Radio-Playlists ausgeschlossen worden sind.

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