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Amazon trotz höherer Umsätze mit einbrechenden Gewinnen

Der Onlinehändler Amazon hat sein Geschäftsjahr 2006 zwar mit einer Umsatzsteigerung von 26 Prozent abgeschlossen, doch die Gewinne halbierten sich fast.

Der Onlinehändler Amazon hat sein Geschäftsjahr 2006 zwar mit einer Umsatzsteigerung von 26 Prozent abgeschlossen, doch die Gewinne reduzierten sich beinahe um die Hälfte. Übers gesamte letzte Jahr nahm Amazon 10,71 Milliarden Dollar oder umgerechnet rund 8,23 Milliarden Euro ein. Das ist ein gutes Viertel mehr als 2005. Der Nettogewinn schrumpfte indes von 359 auf nur noch 190 Millionen Dollar (umgerechnet 145,9 Millionen Euro) – ein Minus von 43 Prozent.

Noch deutlicher ist diese Entwicklung anhand der Zahlen fürs vierte Quartal, das Weihnachtsquartal, ersichtlich: Die Umsätze in den drei Monaten bis zum 31. Dezember wuchsen um 34 Prozent auf 3,99 Milliarden Dollar (3,06 Milliarden Euro), doch der Gewinn brach um 51 Prozent auf nur noch 98 Millionen Dollar (75,3 Millionen Euro) ein. Amazon macht dafür hauptsächlich eine enorm erhöhte Steuerbelastung und gestiegene Investitionskosten verantwortlich.

Noch stärker legten im Weihnachtsquartal die internationalen Amazon-Filialen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Japan und China zu: 1,78 Milliarden Dollar Umsatz bedeuten ein Plus von 37 Prozent. Die Medienumsätze des Onlinehändlers stiegen im Gesamtjahr um 19 Prozent auf 7,067 Milliarden Dollar, im Schlussquartal legten sie um 25 Prozent auf 2,498 Milliarden Dollar zu. Zu Gewinnen und Verlusten in den einzelnen Produktsparten machte das Unternehmen keine Angaben.

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