Der Onlinehändler Amazon konnte zwar seinen Gewinn im 4. Quartal (bis einschließlich 31. Dezember) mehr als vervierfachen, doch die Börsianer sind enttäuscht: Ohne eine einmalige Steuergutschrift sähe das Ergebnis nicht einmal halb so gut aus. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 30 Prozent auf 2,54 Mrd. Dollar, der Gewinn legte um 374 Prozent zu und beträgt 346,7 Mio. Dollar. Zieht man indes den besagten Steuerbonus in Höhe von 244 Mio. Dollar ab, bleibt ein Gewinn von 102,7 Mio. Dollar. Das entspricht nur noch einem Plus von 40 Prozent und ist weniger, als die meisten Börsianer erwartet hatten. In der Folge fiel der Kurs der Amazon-Aktie im nachbörslichen Handel um rund 13 Prozent.
Das internationale Geschäft stieg um 43 Prozent und ist nun für einen Umsatz von 1,15 Mrd. Euro gut. Das sind 45,3 Prozent vom Gesamtkuchen. Die restlichen Umsätze machte Amazon in USA und Kanada, dort wuchs das Geschäft nur um 22 Prozent. Für das Gesamtjahr 2004 listet Amazon in seiner Bilanz einen Umsatz von 6,92 Mrd. Dollar und einen Gewinn von 588,5 Mio. Dollar.
Im Rahmen der Bilanz kündigte das Unternehmen zudem einen neuen Service an: Wer einmal im Jahr eine Versand- und Verpackungspauschale von 79 Dollar bezahlt, bekommt alle Bestellungen von bis zu vier Haushaltsmitgliedern innerhalb von zwei Tagen kostenlos zugesandt.





