Recorded & Publishing

Altnet klagt weiter gegen RIAA wegen Spoofing

Der P2P-Vertrieb Altnet und seine Mutterfirma Brilliant Digital Entertainment haben sich in einem Rechtsstreit mit zwei der beklagten Firmen außergerichtlich geeinigt. Loudeye und deren abgewickelte Tochter Overpeer werden sich nun nicht wegen Patentverletzung vor Gericht verantworten müssen.

Der P2P-Vertrieb Altnet und seine Mutterfirma Brilliant Digital Entertainment (BDE) haben sich in einem seit fast zwei Jahren andauernden Rechtsstreit mit zwei der beklagten Firmen außergerichtlich geeinigt. Loudeye und die mittlerweile abgewickelte Loudeye-Tochter Overpeer werden sich nun nicht wegen Patentverletzung vor Gericht verantworten müssen.

Altnet, BDE und die Firma Kinetech hatten im August Klage gegen den US-Branchenverband RIAA und die Firmen Media Sentry (SafeNet), Overpeer und Loudeye eingereicht. Overpeer und Media Sentry sollen demnach mit ihren Spoofing-Technologien, die mit defekten Dateien für eine „Verseuchung“ der P2P-Netze sorgen sollten, Patente der Kläger verletzt haben. Die RIAA war als mutmaßlicher Auftraggeber von Overpeer und Media Sentry Gegenstand der Klage. Welche Konditionen nun zur Schlichtung geführt haben, ist unklar. Gegen die RIAA werden Altnet & Co. ihre Klage indes aufrechterhalten und voraussichtlich im nächsten Jahr vor Gericht gehen.

Altnet nutzt mit dem FastTrack-Netz dieselbe Filesharing-Technologie wie KaZaA. Allerdings hat sich die Firma als legaler Filesharingvertrieb positioniert. Altnet hat mit verschiedenen US-Independentlabels wie z.B. Koch, V2, Artemis, Epitaph/Anti oder Side One Dummy Vertriebsdeals abgeschlossen. Die überwiegende Mehrheit des über Altnet getauschten Materials ist indes von den Urhebern nicht zum Tausch freigegeben. Zudem unterhalten BDE und Altnet mit dem KaZaA-Vertrieb Sharman Networks seit Jahren Gegenseitigkeitsabkommen.

Mehr zum Thema