Recorded & Publishing

Alphabet City feiert nach einer Dekade Jubiläum

Mit einer großen „10 Years Jubilee Party“ feierte Alphabet City am 14. November sein zehnjähriges Bestehen. Konträr zur aktuellen Marktentwicklung meldet das Dance-Label Zuwächse und legte auch personell zu.

“Auch in Zeiten wie diesen stecken wir den Kopf nicht in den Sand“, erklärt Marc Romboy, einer der beiden Geschäftsführer von Alphabet City, im Gespräch mit musikwoche.de. „Denn wenn die Qualität der Veröffentlichungen stimmt und man seine Vision nicht aus den Augen verliert, sollte man sich nicht allzu viele Sorgen machen.“ Mit dieser Maxime manövrierten Romboy und Klaus Derichs, der zweite Chef der Mönchengladbacher Firma, Alphabet City durch zehn Jahre Dance-Musik. „Auch wenn es wie ein Klischee klingt: Es war die Liebe zur Musik, die uns durch all die Jahre gebracht hat. Wenn man in unserem Job nicht mit dem Herzen bei der Sache ist, kann man nicht so lange dabei bleiben.“

Aus dieser Haltung heraus veröffentlichten die Labelgründer Klaus Derichs und Marc Romboy 1992 den ersten Track auf ihrem Sublabel Le Petit Prince. Es folgten 500 weitere Titel, darunter Hits von RMB, Future Breeze und Marc Et Claude. Trotz der Erfolge betont Romboy, dass Alphabet City „auf dem Boden geblieben ist. Wir haben eben nicht zehn Leute mehr eingestellt, wenn gerade mal ein paar Titel sehr gut liefen, nur um diese dann zwei Jahre später wieder zu entlassen.“ So kann Romboy die Teamerweiterung von fünf auf sieben Mitarbeiter mit den anhaltenden Erfolgen rechtfertigen. Zudem schloss das Label jüngst einen exklusiven Label-Deal mit eastwest, nur der Act Future Breeze veröffentlicht weiterhin über Kontor. „Weil Klaus und ich auch als DJs aktiv waren, wussten wir schon früh, welche Tracks funktionieren würden, hatten aber nicht immer das nötige Kapital, um diese Stücke dann selbst zu lizenzieren. Das ist jetzt mit dem neuen Labeldeal anders.“

Als „sehr wichtiges Standbein“ nennt Romboy auch das Verlagsgeschäft, bei dem der firmeneigene Verlag seit sieben Jahren „sehr fruchtbar“ mit Warner/Chappell zusammenarbeitet. „Wir investieren gern in Autoren, die auf den ersten Blick noch nicht für Hit-Potenzial stehen, sich dann im Laufe der Jahre aber weiter entwickeln wie etwa Thomas Schumacher. Als wir ihn vor fünf Jahren als Underground-Künstler unter Vertrag genommen haben, hätten sicher nur wenige gedacht, dass er sich einmal zu einem Charts-Act entwickeln würde.“