“Entertainment Services ist keine Firma und soll auch keine werden, sondern stellt ein erweitertes Netzwerk für Künstler dar“, erklärt Rüdiger Fleige, Aufsichtsrat der Alive AG und Vorstandsvorsitzender der SoLog AG, der zusammen mit dem Alive-Chef Gerd Gruß das Konzept entwickelt hat. „Uns erreichten immer wieder Anfragen von Künstlern, ob wir neben Distribution und Vertrieb auch die Promotion und das Marketing übernehmen können“, führt Fleige aus.
Neu an Entertainment Services ist, dass Kunden, die bislang die Dienste von SoLog für die Distribution und von Alive für den Vertrieb ihrer Tonträger in Anspruch nahmen, jetzt auch auf ein Netzwerk von externen Promotion- und Marketingfirmen zurückgreifen können, die Alive auf Wunsch vermittelt. Somit kann der Kunde aus einer Hand alle notwendigen Dienstleistungen rund um den Tonträger beziehen. „Das Konzept von Entertainment Services kommt ohne teure Personal- und Organisationsstrukturen aus. Das führt dazu, dass der Künstler eine höhere Marge erhalten kann“, erklärt Fleige. Promotion- und Marketing inhouse zu erledigen, hätte laut Fleige zwei Nachteile gehabt: Hohe Kosten und das Problem, mit einer Abteilung sehr viele verschiedene Genres abdecken zu müssen.
Der ehemalige EMI-Geschäftsführer setzt auf emanzipierte Künstler, die ihre Geschicke selbst lenken und nicht in die Hände von „klassischen“ Plattenfirmen legen: „In unserem Konzept findet keine inhaltliche Beurteilung der Produktionen statt. Der Künstler ist der Unternehmer, und er entscheidet. Hilfestellung geben wir aber auf Anfrage jederzeit.“






