Per Download erworbene Musikalben sollen nach dem Willen der Deutschen Phonoverbände möglichst bald auch in die offiziellen, von media control erhobenen, deutschen Longplay-Charts einfließen. Die Branche arbeite „mit Hochdruck“ an einer entsprechenden technischen Lösung, heißt es aus Berlin.
„Das ist ein hochsensibles Thema, sie dürfen bei Charts keine Fehler machen“, erklärte Peter Zombik, Geschäftsführer beim Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft, gegenüber ddp. Man feile „seit geraumer Zeit“ an einer Technologie, die eine sichere Zählung der heruntergeladenen Alben gewährleiste. Problematisch sei unter anderem, dass die Download-Alben nicht immer identisch mit den physischen Tonträgern sind. Man müsse aufpassen, „dass nicht Äpfel und Birnen addiert werden und daraus eine Charts-Platzierung wird“. Ein offizieller Termin für die Einbeziehung der digitalen Album-Verkäufe steht noch nicht fest.
Vor allem kleinere Plattenfirmen, für die der Stellenwert von Internetverkäufen immer weiter zunimmt, fordern die neue Zählweise seit Längerem. Davon profitieren könnten gerade auch deutsche Acts wie die bei Ministry of Sound unter Vertrag stehende Band Klee oder Four Music-Artist Joy Denalane, deren Alben beispielsweise in den Downloadcharts von iTunes teils besser abschnitten als in den MusikWoche Top100 Longplay. Singledownloads werden von media control bereits seit August 2004 für die offizielle Singles-Hitliste berücksichtigt.






