Recorded & Publishing

Aktien von Warner und EMI profitieren von Fusionsplänen

Die Nachricht von der wieder wahrscheinlicher werdenden Fusion von EMI und Warner Music hat beiden Unternehmen an den Aktienmärkten zu einem Aufschwung verholfen. Die Kurse in London und New York zogen merklich an. Warner präzisierte zudem, voraussichtlich ein Bar-Angebot vorlegen zu wollen.

Die Nachricht von der wieder wahrscheinlicher werdenden Fusion zwischen der EMI Group und der Warner Music Group hat beiden Unternehmen an den Aktienmärkten zu einem Aufschwung verholfen. Die Kurse in London und New York zogen am 20. Februar merklich an.

An der britischen Börse schlossen die Papiere der EMI Group mit 240 Pence um 8,35 Prozent über dem Wert des Vortags. Das Handelsvolumen lag mit knapp 150 Millionen Transaktionen rund sechsmal so hoch wie an einem Durchschnittstag. Beim aktuellen Kurs ist EMI 1,92 Milliarden Pfund oder umgerechnet 2,857 Milliarden Euro wert.

An der Wall Street ging es für die Warner Music Group (WMG) ebenfalls leicht aufwärts: Der Schlusskurs von 19,15 Dollar lag um 4,93 Prozent höher als am vergangenen Freitag – am Montag war die Börse wegen des Presidents‘ Day geschlossen. Auch in New York war der Handel deutlich lebhafter als sonst. Die Marktkapitalisierung der WMG liegt nun bei 2,86 Milliarden Dollar – oder 2,178 Milliarden Euro.

Von einem Kursfeuerwerk kann angesichts dieser moderaten Kursgewinne kaum gesprochen werden. Bei den letzten Fusionsverhandlungen im Sommer 2006 kletterten die WMG-Aktien sogar bis auf 31 Dollar, die der EMI Group notierten damals jenseits der 300-Pence-Marke.

Nach europäischer Zeit am frühen Morgen des 21. Februar stellte Warner zudem klar, ein mögliches Angebot für EMI voraussichtlich in bar vorzulegen. Damit will das Unternehmen seinen Anteilseignern offenbar Pflichtmitteilungen nach dem britischen Übernahmerecht ersparen.

Mehr zum Thema