Recorded & Publishing

AIM interveniert gegen UK-Charts-Relaunch

Der britische Indie-Verband AIM (Association of Independent Music) hat mit einer Eingabe beim Office of Fair Trading erneut versucht, den Start des für kommende Woche geplanten Relaunchs der UK-Singles-Charts unter Einbeziehung der Downloadverkäufe zu verhindern.

Der britische Indie-Verband AIM (Association of Independent Music) hat mit einer Eingabe beim Office of Fair Trading erneut versucht, den Start des für kommende Woche geplanten Relaunchs der UK-Singles-Charts unter Einbeziehung der Downloadverkäufe zu verhindern.

AIM-Vorsitzende Alison Wenham bezeichnete die Systeme zur Erfassung der gemischten Hitliste aus Verkäufen von physischen Produkten und Downloads als „extrem fehlerhaft“. Außerdem führe die Tatsache, dass Titel vieler Independent-Labels von großen Online-Anbietern gar nicht angeboten werden, zu einer starken Benachteiligung dieser Labels.

„Wie jeder andere auch bin ich stark daran interessiert, dass Download-Daten in die Charts integriert werden. Doch zum jetzigen Zeitpunkt ist die ganze Angebotspalette in diesem Bereich noch ungenügend entwickelt“, so Wenham.

Die AIM verweist auf Zahlen aus den bisherigen Testläufen für die gemischte Hitliste, einer Top 250. Demnach hätten bei den Major-Titeln die digitalen Verkäufe im Durchschnitt rund ein Drittel ausgemacht, bei den Independent-Titeln nur rund 16 Prozent. In der ersten Testwoche waren fast 60 Prozent der gelisteten Indie-Titel nicht als legaler Download erhältlich, in der letzten Testwoche immer noch über 30 Prozent.

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