Neue Statistiken der British Phonographic Industry (BPI) weisen Käufer mittlerer und älterer Altersgruppen als Hauptumsatzträger im CD-Geschäft aus, während Teenager immer weniger Tonträger erwerben.
Der Anteil der über 40-jährigen Plattenkäufer ist in Großbritannien in den letzten fünf Jahren von 33,5 Prozent auf 45 Prozent gestiegen. Das stärkste Wachstum geht dabei auf Frauen über 50 zurück, die heutzutage im Vereinigten Königreich fast doppelt so viele Alben wie die weiblichen britischen Teenager erwerben. Entsprechend manifestiert sich der Musikgeschmack der kaufkräftigen und musikbegeisterten reiferen Damen in Chartserfolgen von Künstlern wie Neil Sedaka, Andrea Bocelli, Il Divo, den Carpenters, Barry Manilow, David Essex oder Johnny Mathis. Die britischen Medien sprechen vom Phänomen „Mum Rock“.
Wichtiger Faktor für diesen Trend ist das zunehmende CD-Angebot in Supermärkten. Günstige Preise inspirieren ältere Käuferschichten, die laute und unüberschaubare Plattenläden meiden, hier zusätzlich zu Impulskäufen. Die Zahlen sprechen für sich: Im Jahr 2000 gingen in Großbritannien lediglich zwölf Millionen CDs in Supermärkten über die Ladentheken, heute sind es 40 Millionen pro Jahr.
Der Anteil der unter 30-jährigen Plattenkäuferinnen und -käufer ging indes in den letzten fünf Jahren von 43 auf 34 Prozent zurück. Teenager geben heute in Großbritannien 25 Prozent weniger für CDs aus als noch vor fünf Jahren, die Käufer ab 60 Jahren indes 30 Prozent mehr. Während die heute älteren Konsumenten mit dem Kauf von Platten groß geworden sind, laden viele Jugendliche ihre Musik lieber aus dem Netz, wie die BPI analysiert.






