Die US-Songschreiber Jerry Leiber und Mike Stoller sowie zwei Musikverlage haben eine Klage gegen Bertelsmann eingereicht. Leiber und Stoller werfen Bertelsmann vor, mit Millionen-Krediten die umstrittene Internettauschbörse Napster am Leben erhalten zu haben. Der Gütersloher Konzern war im , zur Schließung der Tauschbörse kam es aber erst ein Jahr später. Die Kläger wollen für Copyright-Verletzungen, die mittels Napster begangen wurden, insgesamt 17 Milliarden Dollar Schadensersatz. Zudem soll der Konzern Internet-Nutzern bewusst bei illegalen Copyright-Verletzungen geholfen haben, um bei der ursprünglich geplanten Übernahme des Tauschdienstes über einen großen Kundenstamm zu verfügen. Die Kläger berufen sich dabei auf interne Bertelsmann-Dokumente. Die Gütersloher gaben bisher keine Stellungnahme ab. Leiber und Stoller haben sich mit Songs wie „Jailhouse Rock“, „Hound Dog“ sowie „Stand By Me“ in der amerikanischen Musikszene einen Namen gemacht. Beide gingen schon vor Jahren gegen Napster vor. Leiber, Stoller und die Musikverlage hoffen, dass sich weitere Autoren dem Verfahren anschließen. Indes plant der US-Software-Hersteller und , bis zum Jahresende den Start eines kostenpflichtigen Musik-Downloadservices. Dies käme einer Wiederauferstehung der P2P-Tauschbörse Napster gleich.
17-Milliarden-Klage gegen Bertelsmann
Die US-Songschreiber Jerry Leiber und Mike Stoller sowie zwei Musikverlage haben eine Klage gegen Bertelsmann eingereicht. Gleichzeitig plant das Unternehmen Roxio, Käufer der Napster-Reste, eine neue Online-Tauschbörse.







