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13. DJ Meeting Oberhausen: Qualität statt Wachstum

Trotz einer angespannten Branchenlage will auch die 13. Ausgabe des DJ Meetings in Oberhausen die gewohnten Serviceleistungen aufrechterhalten. Dazu gehört auch das von musikwoche.de präsentierte Panel.

“Eigentlich hatten wir schon 2002 erwartet, in den Abwärtstrend der Branche zu geraten“, erklärt Caba Kroll, Geschäftsführer der Agentur Al2gether und zusammen mit Plattenmann.de-Chef Jörg Böhm Veranstalter des DJ Meetings (DJM), im Gespräch mit musikwoche.de. Doch ein Zuwachs auf 5500 Besucher konnte diese Entwicklung hinauszögern, erst in diesem Jahr habe „die allgemeine Zurückhaltung“ das traditionsreiche Dance-Meeting „ein wenig getroffen“, sagt Kroll. So verzeichnet das DJM, das dieses Jahr am 13. Mai stattfindet, bei den kleineren Labels einen gewissen Rückgang. „Da wir jedoch sehr flexibel auf die Wünsche und finanziellen Möglichkeiten unsere Aussteller eingehen können, hält sich der Rückgang in Grenzen“. Deswegen sei keine Umstrukturierung erforderlich gewesen, die Eintrittspreise bleiben unverändert. „Es wäre falsch, das DJM jetzt in einer abgespeckten Version zu präsentieren, da wir den Ansprüchen unserer Partner und Besucher gerecht werden möchten.“

Aus der hohen Erwartungshaltung heraus resultierten die wichtigsten Änderungen: Ein neu angelegter Rundlauf durch die Ausstellerhallen soll einen problemlosen Zugang zu den verschiedenen Bereichen gewährleisten, und in der ebenfalls neuen „Kontor Chill Out“-Area wollen die Veranstalter den Besuchern die Gelegenheit für Gespräche abseits des Ausstellungslärms ermöglichen. Kontor ist bereits zum zweiten Mal fester Partner des DJM genauso wie die Biermarke König Pilsener und der Radiosender sunshine live. Neuer Kooperationspartner ist das Szenemagazin „Smag“. Bereits zum dritten Mal präsentiert musikwoche.de ein Panel.

Um 16 Uhr diskutieren DJ Tomcraft, Stefan Friedrich (Dance AG, eastwest), Oliver Wegener-Pavenstedt (Public Propaganda), Arne Heitmann (Pool Position) und Manuel Overbeck (Urban-DJ Promotion) über die Relevanz der Dance-Charts. Zu den Service-Leistungen gehört ein Vorspielbereich, wo junge DJs ihre Produktionen vorstellen können. Kroll will Wachstum nicht über Qualität stellen: „Da sich hinter der Organisation des DJM ein Familienunternehmen mit eingeschränkten Kapazitäten verbirgt, wird die Veranstaltung im Umfang nur geringfügig wachsen. Wir arbeiten weiter daran, die Qualität zu verbessern und allen Teilnehmern und Partnern, ob Label, Industrie oder DJs, eine optimale Plattform zu bieten. Neue Möglichkeiten der Promotion, der Kontaktaufnahme und der Präsentation sind uns wichtiger als ein Riesenwachstum.“