Musik

Zwölfte Ausgabe des DJ Meetings am 14. Mai: Dance-Treff bringt DJs und Industrie zusammen

Entgegen den rückläufigen Marktdaten entwickelt sich das DJ Meeting wirtschaftlich gut. Dazu trägt ein „Optimierungskurs“ bei den Dienstleistungen für DJs wie auch für teilnehmende Plattenfirmen bei, wie Caba Kroll und Jörg Böhm, die beiden Veranstalter des Treffs, im Gespräch mit musikwoche.de erläutern.

Das DJ Meeting (DJM), das in diesem Jahr zum dritten Mal in der Turbinenhalle in Oberhausen am 14. Mai stattfindet, setzt seinen „Optimierungs“-Kurs fort, erklärt Caba Kroll, Mitveranstalter des DJM und Geschäftsführer der Agentur Al2gether. Als erstes Ziel nennt Kroll dabei, „die DJs zu erreichen“. So sieht sich das von Kroll, Klaus Fröhlich und Plattenmann.de-Chef Jörg Böhm organisierte Treffen als Veranstaltungstyp in der Mitte zwischen Popkomm. und der Frankfurter Musikmesse. „Wir arbeiten darauf hin, noch stärkeren Messe-Charakter zu erlangen“, sagt Kroll. Dazu trägt auch das von musikwoche.de präsentierte Panel bei. „Wir wollen in Zukunft den DJs noch mehr Möglichkeiten bieten, sich zu informieren. Hauptziel des Meetings wird es weiterhin sein, den DJs die Verbindung zur Musikindustrie wie auch zu den Technikfirmen zu erleichtern“, ergänzt Böhm. Zu diesem Zweck richtet das DJM erstmals eine sogenannte „ListenUP“-Area ein, wo den Besuchern Anhörstationen zur Verfügung stehen, wie Kroll erläutert: „Wir bieten damit den DJs und Nachwuchsproduzenten die Möglichkeit, ihre neuen Produktionen direkt und ohne lange Wartezeiten den dort anwesenden Vertretern der Industrie zu präsentieren.“

Zu den weiteren Neuheiten zählen ein Stand der GEMA, die vor Ort die DJs über rechtliche Fragen informieren wird. Wichtig ist für Böhm, dass die bereits zum zweiten Mal verliehenen DJM-Awards um die Rubrik „Best National DJ Promoter“ erweitert wurden. Und nach zwei Jahren, in denen Dos Or Die das Meeting präsentierte, übernimmt nun Kontor diese Funktion. Neu ist ebenfalls, dass die Veranstalter die Area für Black Music abschafften, wie Kroll erläutert: „Die Resonanz unserer Gäste auf diese Sparte hat in den letzten Jahren abgenommen. Wir wollen den Bereich HipHop/R&B/Soul zwar nicht abwerten, aber die DJs, die sich auf diese Musik spezialisiert haben, kochen eher ihr eigenes Süppchen und sind auch lieber unter sich“, so Kroll. Dagegen ist er an einer weiterhin engen Zusammenarbeit mit der Musikbranche interessiert: „Die Musikindustrie hat erkannt, dass wir für einen verhältnismäßig geringen Beitrag eine wirkungsvolle Plattform bieten. Für Firmen, die sich hier geschickt präsentieren und es verstehen, um einen neuen Track einen Hype aufzubauen, lohnt sich eine Teilnahme auf jeden Fall. Die Industrie hat gerade bei uns die Möglichkeit, ihre persönliche Bindung zur DJ-Basis auszubauen und zu festigen.“ Die daraus resultierende unverändert hohe Zahl von teilnehmenden Firmen führt laut Kroll dazu, dass „wir bisher von der allgemeinen Rezession der Branche noch verschont geblieben sind“.