Musik

Zweites Quartal bringt Trendwende in UK

Das britische Musikgeschäft zeigt zum ersten Mal seit fünf Jahren deutliche Zeichen der Erholung. Im zweiten Quartal 2004 stiegen die Umsätze um 4,1 Prozent. Sogar die totgesagte Single konnte zulegen. Das stärkste Wachstum verzeichneten indes Musik-DVDs und Downloads.

Das britische Musikgeschäft zeigt zum ersten Mal seit fünf Jahren deutliche Zeichen der Erholung: Im zweiten Quartal 2004 stiegen die Umsätze um 4,1 Prozent auf 230,935 Mio. Pfund oder umgerechnet 343,76 Mio. Euro. Den Löwenanteil daran hatten die Alben mit einem Umsatz von 210,1 Mio. Pfund oder 312,7 Mio. Euro – ein Plus von 3,7 Prozent. Sogar die totgesagte Single konnte zulegen: 13,7 Mio. Pfund oder 20,4 Mio. Euro Umsatz bedeuten einen Zuwachs von 6,4 Prozent. „Seit Jahren hören wir die Geschichten über den Tod der Single“, erklärte Peter Jamieson, Chairman des Branchenverbands BPI. „Sie starb aber nie. Die Konsumenten griffen nur eher zu Alben.“ Besonders die Einführung der 2-Track-Single habe den Markt wiederbelebt. Das stärkste Wachstum war indes erneut bei Musik-DVDs zu verzeichnen. Umsätze in Höhe von 7,1 Mio. Pfund oder 10,57 Mio. Euro bedeuten ein Plus von 10,7 Prozent. Der britische Marktanteil der Musik-DVDs verdoppelte sich auf nun vier Prozent. Dank der Erholung im zweiten Quartal ist der britische Markt auch im Vergleich der vergangenen zwölf Monate gut im Rennen: Seit Juli 2003 konnte die UK-Branche ihren Umsatz um drei Prozent auf über 1,2 Mrd. Pfund oder 1,82 Mrd. Euro steigern.

Noch nicht in der Quartalsbilanz der BPI berücksichtigt sind die Download-Verkäufe. Von April bis Ende Juni wurden über 1,5 Mio. Titel verkauft. Im ersten Quartal waren es erst 500.000 Downloads. „Nachdem die Branche lange an den Fundamenten für einen legalen Downloadmarkt gearbeitet hat, wird nun langsam ein Traum für die Industrie wahr“, so Jamieson. Mehr zum Thema