Musik

Zweite Veröffentlichung von Ambra: Newcomer-Act etabliert sich über DVD

Mit „Child of the Universe“ setzen die beiden Brüder Giorgio und Martin Koppehele ihr anspruchsvolles DVD-Projekt Ambra fort. Dabei betonen sie den Zukunftscharakter von Ambra, das dem Musik-DVD-Geschäft eine neue Perspektive zeige.

Denn statt der bekannten Videozusammenstellungen und Konzertmitschnitte wollen die Koppehele-Brüder „das Format Musik-DVD auf die nächste Stufe stellen“, wie Giorgio Koppehele erklärt: „Lediglich eine simple Clip-Aneinanderreihung, ein auf Pseudo-5.1 aufgeblasener Stereo-Klang und lieblose Standbildmenüs sind ja genau der Grund, warum die von Hollywood-Filmen verwöhnten Home-Cinema-Fans von den Musik-DVDs so enttäuscht sind.“ Aus diesem Grund wollten die beiden Produzenten auch auf der zweiten Folge ihres Ambra-Projekts, das am 21. April nach über einem Jahr Produktionszeit wieder über Mawa/Cine Plus(Bestellnummer 12019) in den Handel kommt, höchsten Ansprüchen genügen. Die erste inzwischen mit Gold ausgezeichnete Ambra-Veröffentlichung, „Honour & Glory“, die weltweit über 130.000 Einheiten verkaufte, versucht wie „Child Of The Universe“, eine Einheit zwischen speziell für die DVD geschaffenen Bildwelten und der Musik zu schaffen.

„Mit Ambra wollen wir die Musik-DVD als vollwertiges Medium und als Gesamtkunstwerk etablieren. Hinzu kommt, dass die herkömmlichen Musik-DVDs meist recht simpel gemacht sind und dem spannenden Medium DVD bei weitem nicht gerecht werden. Mit unseren DVDs wollen wir gleichsam zurück zum Konzeptalbum, also eine Geschichte mit Bildern und entsprechender Musik kombinieren“, erzählt Martin Koppehele. So können die Zuhörer die auf bis zu 70 Einzelspuren basierenden, kunstvollen Klangwelten zwischen Ethno, Klassik, Elektronik und Pop entdecken, die im echten Surround-Sound (Dolby Digital 5.1./2.0 und dts) unter Verwendung von Subsonic-Sounds für die Subwoofer-Box abgemischt wurden. „Viele Konsumenten ha- ben inzwischen teure Surround-Anlagen in ihrem Wohnzimmer, finden aber im Musikbereich viel zu wenig wirklich gut und liebevoll produziertes Repertoire. Das hat dann zur Folge, dass sie nur noch Film-DVDs kaufen. Diese Lücke wollen wir schließen. Aber auch die Industrie müsste mehr tun, um diesen Markt zu bedienen. Stattdessen hat sie den DVD-Boom beinahe verschlafen – bis vor kurzem gab es selbst bei den Majors in vielen Abhörräumen noch nicht einmal DVD-Player oder Surround-Anlagen“, klagt Giorgio Koppehele. Und sein Bruder betont den neuartigen Charakter von Ambra in der Musik-DVD-Landschaft: „Wir sind unseres Wissens nach mit Ambra der einzige Newcomer-Act, der sich allein über das Medium DVD etabliert hat. Das zeigt, welche Nachfrage in diesem Segment herrscht. Am Anfang haben die Plattenfirmen uns allerdings abgelehnt, nur Mawa war bereit, sich darauf einzulassen und hat uns absolute Freiheit gelassen.“

Auch wenn Ambra sich nicht als klassischer Act präsentiert, gereiche das dem Projekt nicht zum Nachteil, wie die Brüder ausführen: „Da Ambra dem Zuschauer und Zuhörer erlaubt, in eine eigene Welt im Sinne der Konzeptalben der 80er-Jahre – aber mit den Surround-Möglichkeiten und aktueller Bildqualität – einzutauchen, werden Konsumenten zunächst auch keinen Act vermissen. Auf einer guten 5.1-Anlage mit entsprechender Bildwiedergabe werden alle Sinne angeregt.“ Als Produzententeam sind sich die beiden der Auswirkungen des neuen Mediums bewusst: „Musikproduzenten der Zukunft und auch A&Rs werden sich fortan viel mehr mit der Bildkomponente und dem Zusammenspiel von Bild und Ton beschäftigen müssen, wenn sie im DVD-Markt eine Chance haben wollen. Denn man darf nicht vergessen, dass die Musikindustrie gegen die Liga der Hollywood-Filme antritt. Auch wenn man nicht deren Etats zur Verfügung hat, können wir als Produzenten mit Ideen, Kreativität und technischem Know-how zum Thema DVD spannende Musik-DVDs produzieren, die endlich auch wieder einen echten Album-Charakter haben.“

Zudem räumt Martin Koppehele die hohen Kosten einer derartigen Produktion ein: „Natürlich hat Ambra viel Geld gekostet. Wenn man aber auf der anderen Seite das klassische Pop-Geschäft betrachtet, ist Ambra noch lange nicht so teuer wie ein typischer Single-Act mit drei Videos. Und wir reden hier von Repertoire, das sich langfristig verkauft.“ Darin liegt nach Meinung der Brüder langfristig die einzige Chance für die Industrie: „Die CD hat irgendwann ausgedient, aber das Medium DVD ist bereits Gegenwart. Es liegt jetzt an uns allen, dass nach der Film- auch die Musikindustrie daran teilhat. Der DVD-Markt wächst extrem, und so sind wir optimistisch, mit Ambra langfristig einen Backkatalog aufzubauen.“ Dazu gehört auch die jüngst veröffentlichte DVD-Audio der ersten Ambra-DVD und auch von „Child Of The Universe“ wird es eine DVD-Audio im 24 Bit/96 KHz-Klang als 5.1 Multichannel-Disc geben, während eine Audio-CD bereits der neuen Ambra-DVD beiliegt. „Wir schrauben die Qualität so hoch, damit Käufer, die womöglich erst in zwei Jahren in DVD und Home-Cinema einsteigen, auch jetzt schon Freude an den Ambra-DVDs haben“, so Girgio Koppehele. Eine massive Kampagne mit Anzeigen in DVD- und Audiofachmagazinen sowie eine Handelskooperation soll für Aufmerksamkeit sorgen.