Die Runde befasste sich mit den Möglichkeiten der DVD und schlug einen Bogen bis ins zehnte Jahr nach der Einführung des Formats. Allerdings mahnte Geike: „Wir werden bei massenhafter Verbreitung von DVD-Brennern die gleichen Probleme bekommen wie die Musikbranche.“ Gerd Gebhardt, Vorstandsvorsitzender der deutschen Phonoverbände, stimmte ihm zu: „Was mit der DVD passiert, ist so toll und so gut, dass man es schützen muss.“ Nur wenn die Hersteller nicht aufpassen, drohe dasselbe Schicksal wie im CD-Geschäft. „Wenn ich hier über die Fehler der Tonträgerbranche reden müsste, brauchte ich mehr Zeit“, kokettierte Gebhardt. Unter anderem führte er auch die Problematik an, „dass unser größter Handelspartner gleichzeitig auch der größte Absatzmarkt für CD-Rs ist“. Er appellierte an die Film- und Musikbranche: „Das ist ein Riesenmarkt. Macht den nicht kaputt, geht zusammen und macht nicht dieselben Fehler wie die Tonträgerbranche.“
Zukunftsforum erwartet rasantes Wachstum
„Alles, was in fünf Jahren unter 100 Millionen verkaufter DVDs liegt, ist ein schlechtes Ergebnis.“ Diese Prognose für die im Jahr 2007 zu erwartende Absatzzahl von Musik- und Film-DVDs stellte Wilfried Geike, Vice President & Managing Director Warner Home Video und Warner Bros. Film, im Rahmen des „Zukunftsforums“ auf.


