Musik

Zürich tanzt wieder vor Berlin

Bereits zum dritten Mal in Folge besuchten mehr Menschen den Zürcher Techno-Umzug Street Parade als die Berliner Loveparade.

Bereits zum dritten Mal in Folge besuchten mehr Menschen den Zürcher Techno-Umzug Street Parade als die Berliner Loveparade. Am vergangenen Samstag zogen bei der zwölften Ausgabe rund 900.000 Techno- und House-Fans um den Zürisee und verfehlten damit nur knapp das Rekordergebnis von 2001, als eine Million Raver – rund dreimal soviel wie die Einwohnzerzahl von Zürich – an der Parade teilnahmen. In Berlin mit insgesamt 3,4 Mio. Einwohnern, kamen am 12. Juli 750.000 zum Zug durch den Tiergarten. Als Gründe, warum die Street Parade inzwischen die ältere Loveparade überholt hat, nennt das Schweizer Organisationskommittee vor allem, dass die Street Parade mittlerweile ein besseres Image habe als die Berliner Mutterveranstaltung, die in der Vergangenheit zu sehr kommerzielle Interessen verfolgt habe. Und auch bei den Abendveranstaltungen hängt Zürich Berlin ab: Der „Energy“-Rave lockte mehr als 20.000 Besucher ins Hallenstadion, die dort unter anderen die deutschen DJs Paul van Dyk und Tomcraft feierten. Damit sind bei bislang allen Dance-Veranstalungen in diesem Jahr die Teilnehmerzahlen gestiegen, woraus viele Brancheninsider auf eine Trendwende im zuletzt kleiner gewordenen Dance-Markt schließen.

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