Die von der Marek Lieberberg Konzertagentur veranstalteten Festivals Rock am Ring und Rock im Park verzeichneten einen Besucherzuwachs um rund jeweils zehn Prozent. In die Eifel kamen rund 70.000 Zuschauer, nach Nürnberg mehr als 45.000 Fans. Damit machten sich insgesamt etwa 115.000 Fans auf den Weg zum Doppelfestival, im vergangenen Jahr waren es 105.000.
Die Zuschauer konnten aus über 90 Bands auswählen, darunter R.E.M., Wir sind Helden, Iron Maiden, Slayer, Möetley Crüe, Silbermond, Adam Green, den Chemical Brothers, The Prodigy, Billy Idol, Sonic Youth, Tocotronic, Garbage, Slipknot, Green Day, Marilyn Manson und Him. Als Überraschungsband bei Rock am Ring traten anlässlich des Jubiläums die Toten Hosen auf.
MLK-Chef Marek Lieberberg, der vor Ort am Eifelring war, während sein Bruder David Rock im Park betreute, erklärte auf einer Pressekonferenz, dass er dieses Jahr „absolut begeistert“ sei. Und von den Besucherzahlen nehme die diesjährige Ausgabe von Rock am Ring einen Platz in den Top 5 der 20-jährigen Festival-Geschichte ein. Harte Worte fand Marek Lieberberg indes für den Bayerischen Rundfunk, der sich wegen eines Streits um den geplanten Auftritt der Böhsen Onkelz als Medienpartner von Rock im Park zurückgezogen hatte. „Entschuldigung, Jim“, sagte er zu dem bei der Pressekonferenz persönlich anwesenden BR3-Moderator Jim Sampson. „It’s over with us.“ Schließlich fügte er hinzu: „BR3 ist auf der Suche nach dem verlorenen Konzept – um einmal Marcel Proust zu paraphrasieren.“
Sein Bruder David zog ein „sehr zufriedenes“ Fazit zu Rock im Park, das in diesem Jahr mit Organisationsproblemen im Vorfeld des Federation Cup und der WM 2006 in Nürnberg zu kämpfen hatte. „Der Erfolg von Rock im Park ist umso schöner, weil die Konkurrenz größer geworden ist. Aber sie hat es nicht geschafft, uns als das stärkste Festival im Süden abzulösen.“
Im Jahr 2006 findet die beiden Festivals wieder am Pfingstwochenende statt, weswegen Marek Lieberberg überlegt, ein viertägiges Festival auf die Beine zu stellen.



