“Wir streben auch weiterhin eine gesunde Mischung an zwischen kommerziellem Dance – der Charts-Musik von heute – und dem vermeintlichen Club/Underground Bereich – den Erfolgen von morgen“, erklärt Jens Ophälders, Junior A&R und zuständig für Presse-Promotion und Freigaben. Damit will Alphabet City im November erfolgreich ihr zehnjähriges Jubiläum begehen. Seit der Gründung kristallisierte Alphabet City eine eigene Philosophie heraus: „Allen Künstlern eine kompetente, aber auch familiäre Anlaufstelle bieten und darüber hinaus Entscheidungen überwiegend mit dem Herzen fällen.“
Aus dieser Haltung heraus veröffentlichten die Labelgründer Klaus Derichs und Marc Romboy 1992 den ersten Track auf dem Sublabel Le Petit Prince. Es folgten 500 weitere Titel, darunter Hits von RMB und Marc Et Claude. „Wichtig war und ist, einen Schwerpunkt auf Artist Development zu legen. Dass eine Identifizierung des Käufers mit dem Produkt durch eine Personifizierung zu bewerkstelligen war, haben wir früh erkannt“, ergänzt Ophälders. Dazu sollen auch weitere Sublabel beitragen: Auf Go For It erscheint Trance, Drop Out steht für Großraumdiskotheken-Musik, während auf T:Classics ausgesuchte Klassiker im neuen Gewand erscheinen.
Weiterhin existieren mit Alpha + ein Label für eine kommerzielle Ausrichtung und mit Superior ein Outlet für House. Jüngst konnte das Unternehmen Monika Kruse und Rob Acid an sich binden, die ihre beiden Labels Terminal M und Short Cut exklusiv in Zusammenarbeit mit Alphabet City führen. Mit Unterstützung eines Partners will die Firma auch ins Lizenzgeschäft stärker einsteigen: „Wir haben das Potenzial von Stücken wie den Hits von Darude, Spiller und Robert Miles früh erkannt, konnten es jedoch aus finanziellen Gründen nicht einkaufen“, sagt Ophälders. Die internationalen Kontakte soll das vor zwei Jahres gegründete Londoner Label Alphabet City UK verbessern.
In Deutschland trägt zudem der Verlagsbereich des Unternehmens zum Firmenergebnis bei. Hier kooperiert Alphabet City mit Warner/Chappell und ist an Titeln von Safri Duo, Blank & Jones, Elektrochemie LK, Sven Väth und an dem Song „Anton aus Tirol“ beteiligt.


