Musik

Zehn Grammy-Nominierungen für Kanye West

Mit zehn Nominierungen geht Kanye West als aussichtsreichster Kandidat ins Rennen um die Grammys. Ebenfals nominiert: ECM-Chef Manfred Eicher, Thomas Quasthoff, Anne-Sophie Mutter, Christoph Poppen, Reinhard Goebel und Dance-Act Paul van Dyk.

Mit zehn Nominierungen geht Rapper Kanye West als aussichtsreichster Kandidat ins Rennen um die Grammys, die die Recording Academy am 13. Februar im Staples Center in Los Angeles zum 47. Mal verleiht. Mit je acht Nennungen folgen Alicia Keys und Usher vor dem kürzlich verstorbenen Ray Charles, der posthum mit sieben Nominierungen bedacht wurde. Die Punkrock-Band Green Day kann sich in sechs Rubriken Chancen auf den begehrtesten Musikpreis der Welt ausrechnen. Je fünfmal im Wettbewerb um die Trophäen sind Norah Jones, Country-Lady Loretta Lynn, Prince und der Toningenieur Al Schmitt.

Um den prestigeträchtigen Preis als Album des Jahres konkurrieren Kanye Wests „The College Dropout“, der Multimillionenseller „Confessions“ von Usher, die Duett-Sammlung „Genius Loves Company“ von Ray Charles, „The Diary Of Alicia Keys“ sowie „American Idiot“ von Green Day. Kanye West ist u. a. mit seinem Longplayer auch Kandidat für die Kür des besten Rap-Albums, sein Stück „Jesus Walks“ ist Anwärter für die Ehrung als „Song des Jahres“.

Auch einige Deutsche können sich Hoffnungen auf einen Grammy machen. So ist Paul van Dyk mit „Reflections“ in der Auswahl in der Kategorie „Best Electronic/Dance Album“. Im Klassikbereich ist Thomas Quasthoff mit „Romantische Lieder“ im Wettbewerb um die beste Vokalaufnahme genannt. In der Rubrik „Beste Aufnahme eines Instrumentalsolisten mit Orchester“ hat Anne-Sophie Mutter für ihre Einspielungen des „Violin Concerto“ von ihrem Ehemann André Previn und der „Serenade“ von Leonard Bernstein ebenso Chancen wie Dirigent Christoph Poppen für die Aufnahme von Mansurians „… And Then I Was In Time Again“ mit dem Münchner Kammerorchester und der Bratschistin Kim Kashkashian. In der Kategorie „Beste Aufnahme eines kleinen Ensembles“ ist Reinhard Goebel mit der Musica Antiqua Köln für die Interpretation von Bibers „Harmonia Artificiosa“ gelistet. Manfred Eicher kann sich Hoffnungen auf den Grammy als Klassikproduzent des Jahres machen.