Noch kennen ihn wenige seiner Kommilitonen an der Hochschule für Musik und Theater Hannover, wo Yundi Li seit Ende 2001 bei Professor Ari Vardi klassisches Piano studiert. Das verwundert nicht, denn der erste Träger der Goldmedaille des renommierten Chopin-Klavierwettbewerbs seit 15 Jahren ist oft für Promotion-Termine gebucht. In seiner fernöstlichen Heimat wird Li bereits wie ein Popstar verehrt. „Yundi Li: Chopin“ (Bestellnummer: 471 479-2) rangierte in den taiwanesischen Popcharts auf Platz 6. In Hongkong kam es zur Massenhysterie, als Yundi Li bereits zwei Wochen nach der Veröffentlichung seines Debüts eine Platin-Auszeichnung für 50.000 verkaufte Exemplare erhielt. Staats- und Parteichef Jiang Zemin, bekennender Klassik-Fan, sprach ihm persönlich seine verdiente Hochachtung aus.
Erstaunlich ist der Umstand, wie sich ein junger, hochbegabter Pianist Chopins Werk, das tief in der europäischen Seele verwurzelt ist, in einer kleinen chinesischen Industriestadt derart passioniert nähern konnte. „Die Mentalität und Gefühlslage der Chinesen ist der europäischen sehr ähnlich. Die chinesische Kultur ist sehr lyrisch, poetisch, romantisch und hat einen Hang zu Sentimentalität und Melancholie. Für die Kunst ist das sehr gut – was die Politik angeht, vielleicht weniger“, lacht Yundi Li. Von Lis Händen gespielt, tönen Chopins Kompositionen, die in der Regel nach der Erfahrung eines Meistervirtuosen verlangen, wundervoll strukturiert und perfekt intoniert, ohne auch nur in einer einzigen Note nach blanker Technik oder Perfektionismus zu klingen. Seine Phrasierungen sind elegant und seine Rhythmik präzis. Er lässt den Steinway förmlich singen.
In Yundi Lis Interpretationen wirken die Nocturnes und Etuden Chopins schlicht vollkommen. Yundi Li scheint das Seelenleben des polnischen Komponisten nicht nur verstanden zu haben, sondern es selbst längst zu leben. Bei der Deutschen Grammophon setzt man völlig zurecht große Hoffnungen in Lis Fähigkeiten. Maren Bitting, PM Universal Classics, unterstützt die Veröffentlichung mit umfangreichen POS-Maßnahmen (Poster, Cover Blow-Ups, Künstler-Showcards), dem Versand von 10.000 Yundi- Li-Beilegern über den Verteiler der „Chinesischen Allgemeinen Zeitung“, einer Anzeige im „Fonoforum“ sowie Internet-Aktivitäten in der VÖ-Woche. Ferner wird es redaktionelle Beiträge in „Focus“, „Toniq“, „Rondo“, „Max“ sowie dem „Jetzt-Magazin“ und eine Titelgeschichte in „Klassik Akzente“ geben.




