Musik

Yellow Lounge – The Classical Mix Album: Gute Laune mit gelber Musik

Nach dem Motto „Gelb macht gute Laune“ erscheint bei der Deutschen Grammophon die erste Folge der Serie Yellow Lounge, mit der sich die Macher eine Aufwertung klassischer Musik bei einem jüngeren Publikum erhoffen.

Die CD ist das erste gemixte Album mit klassischen Stücken, bei dem die Titel unverändert ohne Pausen ineinander fließen. Die entspannte Atmosphäre der Yellow-Lounge-Abende wollten die Macher, das Team der Deutsche Grammophon zusammen mit den Bass Studios Hamburg, auch auf der CD aufrechterhalten.

„Die Erfahrungen aus den Yellow Lounges haben gezeigt, keine Stücke zu verwenden, die zu spannungsgeladen sind. Daher verzichten wir weitgehend auf Vokaltitel und bevorzugen langsamere nach dem Motto lieber ‚Mozart statt Beethoven““, berichtet Anne Olschewski, Promotion Core Classics bei Universal Classics, Jazz & Family Entertainment (CJFE).

Die CD bietet eine gute Auswahl von bekannten Werken wie die „Morgenstimmung“ aus Griegs „Peer Gynt Suite“ oder der „Canon D-Dur“ von Pachelbel, aber auch Stücke, die selten auf Compilations vertreten sind wie ein Satz des Violinkonzerts von Philip Glass. „Wir wollen auf Kaufhausmusik verzichten und den Leuten die Möglichkeit bieten, auch Titel oder Komponisten kennenzulernen, die nicht so bekannt sind. Dabei können zum Beispiel auch sperrige Klänge von zeitgenössischen Komponisten hilfreich sein. Wenn die Stücke zu geglättet wirken, kann es langweilig werden.“

Geschmack auf die Yellow Lounge gaben bereits Abendveranstaltungen mit unterschiedlichen Stargästen, wie dem Pianisten Yundi Li, dem House-DJ und Produzenten Matthew Herbert oder dem Emerson String Quartet. Der Auftakt fand im Februar in Hamburg statt, gefolgt von Lounge-Abenden in Berlin und auf der Popkomm. „Die Yellow Lounge hat sich in Hamburg am ersten Donnerstag im Monat und in Berlin am letzten Donnerstag im Monat fest etabliert. Und auch deutschlandweit wollen wir die Yellow Lounge bekannt machen. Nächster Termin ist am 6. November in Frankfurt.

Im Februar 2002 folgt eine Städtetour durch München, Köln und Düsseldorf, für die wir eventuell den Violonisten David Garret gewinnen können.“ Der internationale Launch erfolgte bereits vor neun Monaten in Wien. Anne Olschweski hofft, die Lounge auch jenseits der deutschen Grenzen einem Publikum zu öffnen und visiert „Abende in den USA, London, Paris und Barcelona“ an. „Wir wollen keine Eintagsfliege sondern eine feste Institution schaffen und einem jüngeren Publikum ein Forum an klassischer Musik bieten; zeigen, dass Klassik nicht verstaubt ist, sondern dass auch ‚coole“ Leute auf diese Musik stehen können.“

Dieser interessante Mix stößt auch auf ein breites Medieninteresse. So planen diverse Frauenzeitschriften (zum Beispiel „Marie Claire“), Magazine („Focus“, „Max“), Tageszeitungen („Frankfurter Rundschau“, „Bild“, „taz“) und verschiedene Stadtmagazine Rezensionen der Lounge-CD. Das Marketing-Paket ist ebenso beachtlich: Es sind Mailings an Friseure, Restaurants und Bars geplant, die kostenlos CDs und Flyer erhalten.

Die Streetpromotion umfasst 30.000 Snippet-CDs, die in Berlin, Hamburg, Köln, München, Leipzig und Stuttgart verteilt werden. Am POS stehen zudem 13.000 Snippet-CDs mit 600 Postern. Auch online findet sich sich die Yellow Lounge auf voraussichtlich 14 Seiten, unter anderem auf www.klassikakzente.de oder www.tvmovie.de. Angespornt durch die Presseresonanz zeigt sich Anne Olschewski optimistisch: „Teil zwei der Yellow-Lounge-CD ist in Planung.“