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XM weitet Verluste bei steigenden Umsätzen aus

Der amerikanische Satellitenradiobetreiber XM beendete sein Geschäftsjahr mit einem Umsatzplus von 166 Prozent. Doch dem Unternehmen bleiben trotz des enormen Wachstums weiterhin hohe Verluste erhalten.

Der amerikanische Satellitenradiobetreiber XM beendete sein Geschäftsjahr mit einem Umsatz von 244,4 Mio. Dollar, ein Plus von 166 Prozent. Doch dem Unternehmen bleiben trotz des enormen Wachstums weiterhin hohe Verluste erhalten. Im gesamten Jahr 2004 betrug der Fehlbetrag 642,4 Mio. Dollar – das sind fast zehn Prozent mehr als im Jahr davor und fast dreimal so viel wie der Umsatz der Firma. Im vierten Quartal nahm XM 83,1 Mio. Dollar ein, das sind 27 Prozent mehr als im dritten Quartal und 148 Prozent mehr als Vergleichsquartal des Vorjahres. Gleichzeitig stieg der Nettoverlust in den letzten drei Monaten auf 188,2 Mio. Dollar – 15 Prozent mehr als Jahresvergleich und 60 Prozent mehr als im dritten Quartal.

Eine Schwäche in der XM-Bilanz ist nach Ansicht von Analysten der hohe Aufwand zur Gewinnung von neuen Abonnenten: Im Jahr 2004 gaben die Satellitenfunker im Schnitt 100 Dollar pro Neukunde aus. Das sind zwar deutlich weniger als noch im Jahr davor, als dieser Wert bei 137 Dollar lag, doch immer noch zuviel. Allerdings liegt XM bei den Marketingausgaben besser im Rennen als Mitbewerber Sirius, der pro Aboabschluss 177 Dollar ausgibt. XM-CEO Hugh Panero sieht das Unternehmen jedenfalls auf dem richtigen Weg: Im letzten Quartal habe man 713.000 neue Kunden gewinnen können, insgesamt sind es nun 3,23 Mio. Bis Jahresende will Panero 5,5 Mio. zahlende Hörer vorweisen können.

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