Nach der Absage der Eröffnungs-Gala zur WM durch die FIFA hat sich nun Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit persönlich der Planung einer Ersatzfeier für den 7. Juni angenommen. Ausgerichtet werden soll das Fest am Brandenburger Tor von Willy Kausch, der schon die Silvesterparty zur Jahrtausendwende in Berlin organisierte. Kausch teilte der „Berliner Zeitung“ mit, es gehe nun darum zu zeigen, dass Berlin eine Eröffnungsfeier auf die Beine stellen könne. Das müsse „ja nicht 25 Millionen Euro kosten“.
In einem Brief sagte die FIFA Wowereit inzwischen die Zahlung von einer Million Euro für die Zeremonie zu. „Die FIFA hofft, mit dieser Geste ein Zeichen des Goodwills in und für Berlin gesetzt zu haben und freut sich darauf, mit der Stadt Berlin nun gemeinsam positiv das WM-Jahr zu bestreiten“, heißt es in der entsprechenden Pressemitteilung.
Wie „Spiegel Online“ heute meldet, will sich die Bundesregierung nicht finanziell an der Ersatzparty beteiligen. Die Bundesregierung sehe sich bei der Finanzierung der WM-Feier in Berlin „nicht in der Pflicht“. Das teilte heute Staatssekretär Christoph Bergner (CDU) vom Bundesinnenministerium in Berlin mit.
Entgegen anders lautenden Berichten soll dpa zufolge die von André Heller künstlerisch geleitete Eröffnungsfeier der Fußball-WM am 9. Juni in München keine Elemente der abgesagten Berliner WM-Gala beinhalten. Das bestätigte Hellers Sprecherin Barbara Schmid-Schalenbach.


