Im Alter von 64 Jahren starb die Soul-Legende Wilson Pickett am 19. Januar an den Folgen eines Herzinfarkts. Der Sänger, der in den 60er-Jahren zahlreiche Hits hatte, war eine der prägenden Stimmen des rauen Memphis-Soul. Seine ersten Gehversuche als Sänger unternahm Pickett in den Gospelchors seiner Heimat in den Südstaaten der USA und später als Mitglied der Detroiter Gospel-Formation The Falcons. Seinen Spitznamen – „Wicked Pickett“ – verpasste ihm Jerry Wexler, Produzentengröße bei Atlantic Records, dem Label, das Pickett die größten Erfolge bescherte.
Im Gegensatz zum glamourösen und poppigen Motown-Sound stand Pickett eher für die kernigere und rauere Soul-Variante aus Memphis. Zusammen mit Steve Cropper, Gitarrist bei der Stax-Hausband Booker T. and the MGs, spielte Pickett seine größten Hits ein. Unter der Anleitung von Wexler entstanden in den Studios von Stax oder Muscle Shoals Soul-Evergreens wie „Land of 1000 Dances“, „Mustang Sally“, „Funky Broadway“, „Engine Number 9“, „Don’t Knock My Love“ oder „634-5789“.
Seinen größten Erfolg feierte Pickett allerdings 1965 mit dem Stück „In The Midnight Hour“, das er zusammen mit Cropper verfasste. Seine Karriere flachte jedoch nach einem Labelwechsel von Atlantic zu RCA im Jahr 1973 merklich ab. Sein letztes Album – „It’s Harder Now“ – veröffentlichte Pickett 1999.



