Musik

Williams-DVD feierte Kinopremiere

Bereits mit seiner letzten DVD, „Live At The Albert“, konnte sich Robbie Williams mehrere Wochen lang auf der Spitzenposition in den Musik-DVD-Charts halten. Seine neue Disc soll das gleiche Ziel mit einer ungewöhnlichen Kampagne erreichen.

In England lief Anfang des Jahres der Dokumentarfilm „Nobody Someday“ mit großem Erfolg in den Kinos. Regisseur Brian Hill filmte den Popstar Robbie Williams während seiner Europatournee im vergangenen Jahr vor und hinter den Kulissen. „Einen Kinostart in Deutschland hatten wir nie vorgesehen“, erzählt Heino Deeken, Product Manager bei Capitol. Aber wie auch in Williams‘ Mutterland stand die DVD-Verwertung des laut Deeken „nicht nur für die Fans interessanten“ Films an. „Deswegen kamen wir auf die Idee mit den Vorabvorführungen in einzelnen Kinos“, schildert der Product Manager. So hatten bereits einige Fans am 25. Juni die Möglichkeit, ihr Idol in Kooperation mit der Automobilmarke Smart in vier Städten auf der Kinoleinwand zu bewundern.

Erst zwei Wochen später, am 8. Juli, erscheint „Nobody Someday“ (Best.-Nr. 4929179) auf DVD. Den Beginn der eigentlichen Kampagne markierte jedoch die Ausstrahlung einer gekürzten Version auf Sat.1 am 29. Juni. „Wir hoffen auf den Promotion-Erfolg, auch wenn die Sendung erst um 0.15 Uhr begann. Denn mit den Zuschauerzahlen sind wir zufrieden“, sagt Deeken. Zwar habe das Capitol-Team vorab diskutiert, ob private VHS-Mitschnitte die Abverkäufe gefährden, aber letztlich überwog die Hoffnung, dass der erhebliche Mehrwert der DVD die Fans doch in die Läden zieht. So bietet die Disc neben der ungekürzten Fassung und der besseren Ton- und Bildqualität weitere 50 Minuten Zusatzmaterial, eine Fotogalerie, ein interaktives Quiz und eine von Capitol in Auftrag gegebene deutsche Untertitelung, die erheblich von der Sat.1-Version abweiche. Die Dokumentation zeigt Williams in einer Umbruchsituation, die er mit dem Swing-Album überwand. „Auch wenn das inzwischen etwas zurückliegt, ist es doch faszinierend, hier dem Seelenleben des Robbie Williams beiwohnen zu können“, schwärmt Deeken.