Jahnke: Wir gehen mit Zuversicht in das Jahr 2003. Mit dem Dschungelbuch-Musical von Christian Berg und Konstantin Wecker haben wir allein über 100 Gastspiele. 2003 gehen die JAZZnights in die fünfte Runde und auch unsere Open Air-Serie im Hamburger Stadtpark wird wieder attraktiv.
Seliger: 2001 war wunderbar. 2002 ist wunderbar. 2003 wird wunderbar.
Mendrzycki: Mit wenigen Ausnahmen zählt das Jahr 2002 wohl zu einem der schwierigsten der letzten Dekade. Außer Tourneen wie beispielsweise Grönemeyer, Naidoo, No Angels, Lenny Kravitz, Santana, David Bowie, Incubus, Nickelback tut sich Touring im Rock-und-Pop-Genre reichlich schwer. Maßgeblich verantwortlich sind zwei Gründe: Die mit der Einführung des Euro zum Höhepunkt gelangte wirtschaftliche Verunsicherung traf auch unsere Branche hart, und darüber hinaus fehlt es nach wie vor neben den etablierten „Dinosaurier-Acts“ an potenziellen Newcomern, die ebenfalls Tickets im großen Stil verkaufen. Im Jahr 2003 bahnt sich eine Konzentration von großen In- und Outdoor-Tourneen an, wie es sie lange nicht gab. Insofern ist von einem harten Konkurrenz-Kampf auszugehen. Aber insgesamt stimmt mich das den Konzertbesuchern für nächstes Jahr gebotene Programm sehr zuversichtlich.
Koopmans: Hervorragend, die Aussichten für 2003 sind sehr gut.
Wöste: Mit dem geschäftlichen Verlauf des Jahres 2002 bin ich bisher zufrieden. Ich habe keine Angst vor dem Jahr 2003. Die Zielgruppe der Schlager- und Volksmusikfreunde ist eine recht treue. Wenn sie gute und hochwertige Produktionen geliefert bekommen, sind sie bereit, zwei- bis dreimal im Jahr Konzerte zu besuchen. Ich habe 350 Shows für den Herbst 2002/Frühjahr 2003 im Verkauf. Dies würde ich nicht machen, wenn ich Bedenken hätte.
Lieberberg: Wir befinden uns als Marktführer offenbar in einer Ausnahmesituation, die eher untypisch für den Zustand der Branche ist. Dies kann jedoch nicht über die allgemeinen Schwierigkeiten hinwegtäuschen. Wir führen also im Moment eine Art Inseldasein und gehen deshalb mit gedämpftem Optimismus in die nächsten Monate.
Semmelmann: Wir sind zufrieden und erwarten auch 2003 einen konstant positiven Geschäftsverlauf. Die Synergien innerhalb der CTS Eventim-Gruppe beginnen zu greifen, und wir sind hervorragend aufgestellt.
Fleischmann: Ich hatte hier in meinem Segment „New Talent“ das beste Jahr, seit ich Konzerte und Tourneen veranstalte. Die DEAG ist kurz vor Abschluss der Restrukturierungsmaßnahmen, so dass hier alle im Hause sehr zuversichtlich ins neue Jahr gehen. In meinem Plan stehen bereits Tourneen von Bloodhound Gang, Busta Rhymes, Vanessa Amorosi und vielen anderen mehr. Zusätzlich treten wir mit unserem Festival am 14.und 15. Juni in Berlin/Luckau in den Festivalmarkt ein.
Bös: Wir hatten – bis jetzt – ein sehr gutes Jahr. Rock am See war im Vorverkauf ausverkauft, Das Stimmen Festival in Lörrach war erfolgreich, und wir hatten fast 40.000 Besucher beim Southside Festival, das wir gemeinsam mit Scorpio Konzertproduktionen veranstalten. Insofern bin ich sehr zuversichtlich, was das Jahr 2003 angeht.
Löffler: Der Geschäftsverlauf 2002 ist gut und der Beste seit einigen Jahren. Wir haben uns personell verstärkt, und seit Sommer zwei neue Mitarbeiter sowie seit September erstmals einen Auszubildenden (Veranstaltungskaufmann) im Betrieb. Wir blicken hoffnungsfroh ins Jahr 2003.
Schwenkow: Dieses Jahr war anstrengend, aber eher wegen der Musicalpleiten. Außerdem haben wir als Auswirkung von Nine Eleven natürlich weniger Geschäft gehabt – das allerdings war besser als erwartet. Nächstes Jahr wird es ein Überangebot geben – mindestens acht große Tourneen. Unser Auslandsgeschäft allerdings war sensationell.



