Unter Goldschmidts Namenskürzel Wergo erschien als erste Produktion eine LP mit „Pierrot Lunaire“ von Arnold Schönberg. Heute erntet das Label, mittlerweile unter dem Dach von Schott Musik International angesiedelt, die Früchte seiner Pionierarbeit. Denn bei Wergo erschienen über 500 Titel, das Label zählt sechs Themenkataloge. „Die umfassende Präsentation und Förderung zeitgenössischer Musik in inhaltlich anspruchsvoller Form macht den besonderen, unverwechselbaren Charakter von Wergo aus. Zudem dokumentiert das Unternehmen das aktuelle Zeitgeschehen“, beschreibt Geschäftsführerin Angelika Servatius die Firmenphilosophie.
40 Jahre ist eine lange Zeit, die auch nicht spurlos an dem Label vorüberging. So erhielt die „studio-reihe“ ein bei amerikanischer Pop-Art abgeschautes Cover-Outfit. Auch fehlt kaum einer der arrivierten zeitgenössischen Komponisten im Katalog: Im Kernrepertoire „Music Of Our Time“ ist John Cage allein mit 18, Paul Hindemith mit 27 Editionen vertreten. Nicht zu vergessen die umfassenden Ausgaben von Ligeti und Penderecki. Der Katalog verzeichnet außerdem die Edition zeitgenössischer Musik des Deutschen Musikrats, die neue „Edition ZKM“. So sieht auch Dr. Peter Hanser-Strecker, Geschäftsführer von Schott Musik International, die Aufgabe des Labels darin: „Wergo war das erste Label, das konsequent neue, ungehörte und unerhörte Musik auf Tonträger gebracht hat. Wergo bietet inzwischen Referenzdiskotheken zu nahezu allen Bereichen neuer Musik. Wichtig ist uns aber auch ein zweiter Aspekt: Die Förderung der neuen Musik als Ohren- und Augenöffner und die Förderung junger Künstler und Komponisten.“
Zum Jubiläum erschien bereits „Wergo 40 Years – Music Of Our Time„, eine Vier-CD-Box in limitierter Auflage, die ausgewählte Wergo-Aufnahmen aus vier Dekaden enthält (Bestell-Nr.: WER 69212), und zwar von Karlheinz Stockhausen, John Cage, György Ligeti und Wolfgang Rihm. Ein weiterer Höhepunkt zum Wergo-Jubiläum ist die Weltersteinspielung der Oper „Die Harmonie der Welt“ (WER 66522) von Paul Hindemith. Zudem erhielt Wergo jüngst einen Echo Klassik in der Kategorie Weltersteinspielung für Karl Amadeus Hartmanns „Das Wachsfigurenkabinett“ (WER 66402).



