Der Umsatz von Musik-Tonträgern ist im ersten Halbjahr weltweit um fünf Prozent, der Absatz um 6,7 Prozent zurückgegangen. Dies ist das Ergebnis der von der IFPI erstellten globalen Halbjahresbilanz 2001. Demnach ging das Geschäft in allen Hauptmärkten außer Großbritannien und Frankreich, wo die Umsätze um 10,5 beziehungsweise 7,9 Prozent gestiegen sind, zurück. Die USA verzeichnen einen Umsatzrückgang von 5,3 Prozent. Die Absatzzahlen sanken gegenüber dem ersten Halbjahr 2000 sogar um 8,9 Prozent. In den Ländern der Europäischen Union nahmen die Verkäufe um insgesamt einen Prozentpunkt ab. In Deutschland musste bei Absatz (minus 10,5 Prozent) und Umsatz (minus 11,3 Prozent) verbucht werden. Verluste melden auch Asien (minus acht Prozent) und Lateinamerika (minus 20 Prozent). Neben der allgemeinen Weltwirtschaftslage werden als Gründe für die schrumpfenden Abverkaufszahlen der Download von Musikdateien aus dem Internet und die CD-Brennerei genannt. Die weltweiten Verkäufe von CD-Rohlingen stiegen laut IFPI im vergangenen Jahr um 80 Prozent. Für 2001 wird mit einem nochmaligen Anstieg von 40 Prozent gerechnet. Demgegenüber sind die Alben-Verkaufszahlen weltweit um 4,6 Prozent, und damit zum ersten Mal seit mehr als zehn Jahren, gesunken. Die Singles-Verkäufe gingen um 14,4 Prozent zurück.
Weltweiter Einbruch im Musikgeschäft
IFPI verzeichnet in seinem globalen Halbjahresbericht 2001 für die ersten sechs Monate fünf Prozent weniger Umsatz und ein Absatzminus von 6,7 Prozent.


