Fünf Präsidiumsmitglieder des Deutschen Musikrats treten aus Protest zurück, nachdem der vorläufige Insolvenzverwalter Ludger Westrick dem Generalsekretär Thomas Rietschel völlig überraschend in der Nacht vom 21. auf 22. Dezember per E-Mail gekündigt hatte. Damit ist laut Satzung eine Neuwahl des Präsidiums zwingend notwendig. Mit der „unvertretbaren Kündigung“ von Thomas Rietschel sei „eine der tragenden Säulen für eine erfolgversprechende Sanierung des Musikrates weggebrochen“, schreiben Rüdiger Grambow (Präsident des Bundes deutscher Zupfmusiker), Christian Höppner (Präsident des Landesmusikrates Berlin), Axel Linstaedt (Leiter der Hauptabteilung Musik im Bayerischen Rundfunk), Stefan Piendl (Geschäftsführer BMG Classics) und Michael Russ (Präsident des Verbandes Deutscher Konzertdirektionen) in einer Presseerklärung. „Gleichzeitig distanzieren wir uns von der passiven Haltung, mit der andere Präsidiumsmitglieder diese Fehlentscheidung hingenommen und so faktisch die eigene Entmachtung durch den Insolvenzverwalter akzeptiert haben.“ Der geschasste Generalsekretär Rietschel genieße hohes Ansehen bei den rund hundert Mitgliedsverbänden des Deutschen Musikrates; das Vorgehen des Insolvenzverwalters Westrick stelle „ein gleich in mehrfacher Hinsicht nicht hinnehmbares Fehlverhalten“ dar.
Weitere Turbulenzen im Deutschen Musikrat
Fünf Präsidiumsmitglieder des Deutschen Musikrats treten aus Protest zurück, nachdem der vorläufige Insolvenzverwalter Ludger Westrick dem Generalsekretär Thomas Rietschel völlig überraschend in der Nacht vom 21. auf 22. Dezember per E-Mail gekündigt hatte. Damit ist laut Satzung eine Neuwahl des Präsidiums zwingend notwendig.


