“Ich hab‘ leider nicht so viel Geld, um CDs zu kaufen, ich versuche es mit Herzblut“, sagt Ralf Pisch. Der Produzent, Verleger und Promoter, der sich nach langjähriger Karriere bei Firmen wie Warner, Metronome, EMI und CBS selbständig machte, hat sich seine Begeisterungsfähigkeit bewahrt und schwärmt von seinem derzeitigen Lieblingsthema Fisher.
Mit Hilfe kompetenter Partner will Pisch, der zusammen mit seiner Frau Angelika die A & R Pisch Musicproduction betreibt, Fisher in die Charts hieven – wobei er fest daran glaubt, dass sich Qualität durchsetzt und so genannte Stützungskäufe unnötig sind.
Aus eigener Kraft ins TV
Und er könnte Recht behalten: Denn Fisher bietet kalifornische Songwriterkultur vom Feinsten. Die Sängerin und Keyboarderin Kathy Fisher schreibt die Texte der Songs, ihr Lebensgefährte Ron Wasserman ist für die Musik zuständig. Das Paar macht seit rund zehn Jahren zusammen Musik und ist mittlerweile so gut aufeinander eingespielt, dass nicht nur die amerikanischen Medien jubeln, sondern auch schon diverse lukrative Nebenjobs abfielen.
So fand sich ein Fisher-Titel auf dem Soundtrack zum Film „Große Erwartungen“; für die Serie „Ally McBeal“ lieferte Fisher einen Trailersong. TV-Spots von Chrysler, Toyota, Nike und vielen anderen lebten von der Musik des Duos, das schon von seinem Debütalbum ohne Deal bei einer großen Plattenfirma rund 60.000 Einheiten verkaufte.
Der Sprung über den großen Teich
Auch Talkmeister Jay Leno war von einem Auftritt der beiden begeistert, wie Ralf Pisch sagt, der sich mit Thomas Hauptmann vom Label Spectre Media zusammentat, um Fisher auch in Deutschland zum Erfolg zu verhelfen. Zu diesem Zweck erscheint am 23. Mai im Vertrieb von Koch Universal das Album „Any Way„, das mit 15 Songs einen repräsentativen Querschnitt durch das Fisher-Schaffen bietet, indem es Highlights aus den beiden US-Alben „One“ und „Uppers & Downers“ versammelt.
Dabei reicht das stilistische Spektrum von rhythmisch flotten Popnummern wie „Dirty Girl“ über die erste Single, „Oblivious“, die bereits beim NDR auf der Playlist steht, bis hin zur Ballade „I Will Love You“, von der Pisch berichtet, dass Autofahrer in San Diego am Straßenrand parkten und unter Tränen bei der Radiostation Star 100.7 anriefen, um den Namen des Künstlers zu erfahren, der sie so aus der Fassung gebracht hatte. Damit auch deutsche Autofahrer anrufen, müssen jetzt nur noch die deutschen Sender mitspielen.


