Im Vorfeld des angepeilten Börsengangs will die Warner Music Group zuvor mit der ehemaligen Konzernmutter Time Warner vereinbarte Aktienoptionen zurückkaufen. Laut einer Mitteilung von Warner Music an die US-Börsenaufsicht SEC stehe man dazu in Verhandlungen mit Time Warner. Basis der Gespräche ist eine von Time Warner beim Verkauf der Musiksparte an das Investorenkonsortium um Edgar Bronfman jr. eingebaute Hintertür ins Musikgeschäft: Der Medienkonzern hatte sich im November 2003 eine Option gesichert, die ihm für die nächsten drei Jahre ein Rückkaufsrecht von bis zu 19,9 Prozent der Anteile an der Warner Music Group im Falle der Fusion mit einem anderen Unternehmen einräumt. Im Falle eines Börsengangs soll die Option auf immer noch 15 Prozent lauten.
Unklar ist bislang, was Warner Music für den Rückkauf dieser Optionen zu zahlen bereit ist. Die Warner-Manager wollen mit ihrem Schritt aufs Parkett rund 750 Mio. Dollar einspielen. Laut US-Medienberichten wäre das Unternehmen Warner Music bei diesem IPO-Ergebnis rund fünf Mrd. Dollar schwer. Der 15-prozentige Anteil Time Warners wäre demnach ebenfalls auf rund 750 Mio. Dollar zu taxieren. Bislang hatten die Macher bei Warner Music geplant, einen Großteil der an der Börse erwirtschafteten Gelder in den Schuldenabbau zu stecken. Mehr zum Thema


