Musik

Warner Music singt den Blues

Die Time Warner Inc. (TW), Mutter der Warner Music Group, hat bekanntgegeben, daß die Ergebnisse der Warner Music Group im gerade laufenden Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um bis zu 40 Prozent fallen könnten. Die Probleme, die Time Warner mit der Musik-Tochter hat, scheinen sich damit offensichtlich zu verschlimmern.

Der Kurs der TW-Aktie beendete zunächst seinen Höhenflug an der Wall Street – er fiel auf $58,56, nachdem er in den letzten Wochen bis auf $61,31 gestiegen war. Während für den Mutterkonzern dank florierender Kabel- und TV-Geschäfte keine Gefahr besteht, ist der Rückgang bei der Musik-Tochter beträchtlich: Der Cash Flow, eine entscheidende Vergleichsgröße zur Beurteilung eines Unternehmens, fiel in den ersten neun Monaten dieses Jahres um 17% auf $376 Mio. Für dieses Quartal rechnen Analysten sogar mit einem Rückgang zwischen 30% und 43%. Dem gegenüber dürfte der Cash Flow des Mutterkonzerns – ohne die Music Group – um 15% wachsen.

Gründe für die schlechten Zahlen gibt es viele, etwa die Wirtschaftskrisen in Asien und Südamerika. Die anhaltende Malaise der Direct-Marketing-Tochter Columbia House zieht das Gesamtergebnis ebenfalls nach unten.