Musik

Warner legt Spitzengehälter offen

Warner Music hat seinen Topmanagern im vergangenen Jahr gut 21 Mio. Dollar an Gehalt und Boni überwiesen. Damit liegen die Spitzengehälter rund um das Dreifache über dem operativen Gewinn in Höhe von sieben Mio. Dollar bis Ende September 2004.

Die Warner Music Group hat ihren Topmanagern im vergangenen Jahr im Anschluss an die Übernahme durch die Investorengruppe um Edgar Bronfman jr. gut 21 Mio. Dollar an Gehalt und Bonuszahlungen überwiesen. Das geht aus einer Aufstellung an die US-Börsenaufsicht US Security & Exchange Commission hervor. Konzernchef Bronfman selbst erhielt demnach ein Gehalt von einer Mio. Dollar und einen Bonus von 5,25 Mio., bei Paul-Rene Albertini als Leiter des internationalen Musikgeschäfts waren es 1,25 Mio. Dollar an Gehalt und eine Sonderzahlung in Höhe von 3,15 Mio, US-Musikchef Lyor Cohen kam auf ein Gehalt von einer Mio. Dollar und auf Boni von 5,24 Mio und Verlagschef Les Bider, der gerade erst seinen Rückzug ankündigte, erhielt insgesamt 2,44 Mio. Dollar.

Mit 21 Mio. Dollar liegt die Gesamtsumme der Spitzengehälter, die zudem so genannte Change Of Control Payments umfasst, um rund das Dreifache über dem operativen Gewinn in Höhe von sieben Mio. Dollar, den das Unternehmen für die zehn Monate bis Ende September 2004 ausgewiesen hat. Allerdings konnte die WMG in diesem Zeitraum dank massiver Spar- und Umbaumaßnahmen Verluste aus dem Vorjahreszeitraum in Höhe von 197 Mio. Dollar abbauen und in einen operativen Gewinn verwandeln.

Die Mitteilung der WMG steht im Zusammenhang mit der Ausgabe von Bonds in Höhe von 565 Mio. Dollar. Im Zuge der aktuellen Veröffentlichung räumt die WMG auch Befürchtungen externer Wirtschaftsberater über mangelnde Kompetenzen und Strukturen in den Bereichen Rechnungswesen und Tantiemenabrechnung ein. Allerdings habe man mit der Ernennung des Investmentbankers Michael Fleisher zum Finanzchef einen Schritt zur Lösung der Probleme in diesen Bereich gemacht, wenn auch wohl „weitere Anstrengungen nötig“ seien, um das Controlling auf das zuvor vom Hause Time Warner bekannte Niveau zu bringen.

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