Musik

Warner Home Video und X Filme zeigen Fanta Vier auf DVD: Gekillte Darlings zum Leben erweckt

Knapp 20.000 Zuschauer schauten sich vergangenen Sommer im Kino die Banddokumentation „Was geht“ über die Fantastischen Vier an. musikwoche.de sprach mit Regisseur Dieter Zimmermann über die DVD-Veröffentlichung des Dokumentarfilms.

“Die DVD bietet alle Möglichkeiten, die Eindimensionalität eines Films zu sprengen und aktiv selbst zu entscheiden, was man sehen will“, erklärt Dieter Zimmermann im Gespräch mit musikwoche.de. Drei Jahre lang arbeitete er an dem Dokumentarfilm über die Fantastischen Vier, die er unter anderem während ihrer letzten Tournee begleitete. Im vergangenen Winter entstand unter der Mitwirkung von Fanta-Vier-Rapper Smudo die DVD, die Warner Home Video am 21. Februar veröffentlichte.

Ursprünglich war das Projekt als TV-Film geplant, erst als die Produktionsfirma CP Medien sich finanziell beteiligte, wurde daraus ein Kinofilm und dann „als logische Weiterentwicklung und gewissermaßen als Zweitverwertung“ die DVD, so Zimmermann. Froh ist der Regisseur über die Möglichkeit, dass er bei der DVD eine Stunde Bonusmaterial anhängen konnte. „Die Bonussequenzen waren ein Resultat des übriggebliebenen Materials, das mir am Herzen lag – die gekillen Darlings, die man manchmal mit sich herumschleppt. Gerade diese Szenen ergänzen den Film sehr gut, sie bilden kein schnell heruntergerotztes Making Of.“

Im Kino „lief der Film nicht gut“, räumt Zimmermann ein. „Zwar kam er auf mehreren HipHop-Open-Airs sehr gut an. Aber fürs Kino wäre es besser gewesen, statt der 40 Kopien nur mit acht oder neun zu arbeiten und auf die bekannte Guerilla-Taktik der Fantas sowie Mundpropaganda zu setzen.“ Zimmermann ist zudem der Meinung, dass für Musikfilme mit der „traditionellen Köpfe-Konzert-Köpfe-Dramaturgie“ nur geringe kommerzielle Chancen auf großer Leinwand bestehen. „Auch andere gleichzeitig angelaufenen Musikfilme wie,Der Traum ist aus – Das Erbe der Scherben“ und Jim Jarmushs,Year Of The Horse“ über Neil Young hatten es im Kino schwer. Die DVD ist das schönere Medium für diese Art Filme.“