Die Aktien der Warner Music Group büßten am ersten Handelstag rund 3,5 Prozent an Wert ein. Nach dem Börsendebüt an der New York Stock Exchange lag der Schlusskurs der Papiere bei 16,40 Dollar. Schon zuvor hatte der Konzern seine angepeilte Preisspanne von 22 bis 24 Dollar auf zuletzt nur noch 17 Dollar heruntergeschraubt. Am ersten Handelstag sank der Wert der WMG-Papiere zwischenzeitlich auf bis zu 15,75 Dollar, gut 18,7 Mio. Papiere wurden über die Börse gehandelt.
Auch die internationale Presseschau dürfte WMG-CEO Edgar Bronfman jr. kaum erfreuen. So kommentiert die „Financial Times Deutschland“ mit Blick auf Anleihen, Sonderdividenden und Entlassungen: „Wer als Eigentümer sein Unternehmen derart ausbluten lässt, verstößt vielleicht nicht gegen Recht und Gesetz. Das Ganze aber als Sanierung zu präsentieren ist eine Frechheit.“ Die kanadische „Globe & Mail“ spricht von „falschen Tönen“ beim Börsengang der WMG, und meint damit nicht Jimmy Page, der auf dem Balkon der NYSE „Whole Lotta Love“ spielte. Die dpa spricht von einem „verpatzten Börsendebüt“, bei „Flife“ heißt es diplomatisch, das Unternehmen hätte seine „ursprünglich geplanten IPO-Erlöse nicht realisiert“.
In einem Memo an die WMG-Angestellten machte Bronfman laut Medienberichten die schlechten Marktkonditionen für die Preisabschläge verantwortlich. Verdiente Mitarbeiter könnten aber dennoch im Zusammenhang mit dem IPO in den kommenden Wochen auf einen Bonus hoffen.


