Die Schockwellen der Gewinnwarnung von EMI waren auch jenseits des Atlantiks noch zu spüren. An der Wall Street brachen die Aktien der Warner Music Group (WMG) auf einen neuen Tiefstwert ein. Am 14. Februar schloss das Papier mit 18,12 Dollar – gut 6,5 Prozent unter dem Vortagskurs.
Schon seit Wochenbeginn dümpelte die WMG-Aktie unter der 20-Dollar-Grenze, was als Spätfolge der dürftigen Quartalsbilanz vom 8. Februar gesehen wurde. Doch die in der EMI-Gewinnwarnung angegebenen Gründe für die schlechte Geschäftsentwicklung alarmierten nun auch amerikanische Anleger.
Die Briten sprachen von einem Einbruch des US-Tonträgerhandels um 20 Prozent seit Jahresbeginn. Da diese Flaute auch Warner nicht verschont, wollten nun viele Investoren ihre Anteile loswerden: Das Handelsvolumen am Mittwoch war fast sechsmal so groß wie sonst.
Im Tagesverlauf brach das WMG-Papier sogar auf 17,56 Dollar ein, konnte sich aber bis Börsenschluss etwas erholen. Der Tiefstwert der letzten 52 Wochen lag bei 19,10 Dollar. Und es könnte noch schlimmer kommen für Warner: Die Ratingagentur Standard & Poor’s hat die Prognosen für die WMG von „stabil“ auf „negativ“ korrigiert.


