Musik

Vote-And-Quote-Umfrage: Keine Euphorie in Sachen Kopierschutz

Die Ankündigungen mehrerer Industriefirmen, nun rasch mit der Einführung von Kopierschutzmaßnahmen zu beginnen, lösten bei den Teilnehmern an unserer letzten Online-Umfrage kaum Begeisterung aus.

Augewählte Statements zur Umfrage im Originalwortlaut finden Sie .

Die Ergebnisse der sogenannten „Brenner Studie“ und die, wie inoffiziell aus Industrie und Handel zu hören ist, derzeit verheerenden Abverkaufszahlen haben eine Reihe von Tonträgerfirmen veranlasst, nun die rasche Einführung von Kopierschutzmaßnahmen anzukündigen. Wir fragten deshalb online und im Heft: „Kommen die Kopierschutzmaßnahmen der Industrie zu spät?“

Das Echo aus der Branche war eindeutig: 71,79 Prozent der Teilnehmer urteilten „ja“, nur 28,21 Prozent klickten auf „nein“. Wieder nahmen viele die Möglichkeit war, ihre Meinung durch E-Mails an die Redaktion darzulegen.

So schrieb Daniel Bruns, Junior Label Manager und Head of DJ Promotion bei PIAS: „Bei den technologischen Möglichkeiten (auch zuhause am PC) lässt sich fast jeder Kopierschutz knacken. Diese sogenannten Crack-Programme sind frei online zugänglich, genauso wie die Anleitungen, die das Kopieren beschreiben. Ebenso findet reger Austausch in den Internetforen über solche Themen statt.“

Und Axel Schulz, Geschäftsführer der Hot Action Records GmbH, monierte: „Die Branche hat es in den vergangenen Jahren verstanden, Musik als Kulturgut und als Ware systematisch zu entwerten. Ein wirklich sicherer Kopierschutz wird nach meiner Einschätzung nicht zu finden sein, wenn er nicht von vornherein ‚personalisiert“ wird. Das wiederum ist nur zu verwirklichen, wenn die Hardware-Industrie mitzieht und eine weltweit greifende Rechtssituation geschaffen wird.‘