Musik

Vorschlag für Online-Radio-Tantiemen

Eine US-Schiedsstelle greift in den Streit zwischen Tonträgerindustrie und Online-Radiobetreibern ein und legt erstmals einen konkreten Vorschlag für Online-Tantiemen vor.

Eine US-Schlichtungsstelle greift in den ein und legt erstmals einen konkreten Vorschlag für Online-Radio-Tantiemen vor. Dem Vorschlag des staatlichen Copyright Arbitration Royalty Panel (CARP) zufolge müssen Betreiber kommerzieller Radio- und Streaming-Angebote im Internet künftig 0,14 US-Cents pro Nutzer und Aufnahme an die Rechteinhaber abführen. Angebote die parallel über traditionelle Funkwege und im Internet ausgestrahlt werden – sogennante Simulcasts – schlagen mit 0,07 Cents zu Buche. Der Vorschlag der Schlichter fällt damit deutlich höher aus als das Angebot der Online-Radios, aber auch deutlich niedriger als vom US-Tonträgerverband RIAA gefordert. Entsprechend reagierten beide Seiten sehr unterschiedlich auf den Vorschlag: Während RIAA-Chefin Hilary Rosen sich überzeugt zeigte, dass „Online-Angebote jedweder Größe sich diese Gebühren leisten und dabei funktionierende Geschäftsmodelle aufbauen können“, sieht Dan Halyburton von der Susquehanna Radio Corp. mit dem Gebührensatz das Ende zahlreicher Online-Sender nahen: „Möglicherweise wurde hiermit das Ende der kommerziellen Online-Angebote im Internet eingeleitet“, erklärte er.