Die neue Übernahmewelle im Mobilfunkmarkt rückt auch den Medienkonzern Vivendi Universal (VU) wieder ins Zentrum des Interesses. Weil Vodafone alle Anteile an der gemeinsam mit VU betriebenen Telefoniefirma SFR haben will, denken die Briten gleich über einen kompletten Aufkauf der Franzosen nach. Unklar ist allerdings, was Vodafone im Falle einer VU-Übernahme mit den restlichen Konzernteilen (u.a. Canal+, Universal Music) vorhat. Im Rahmen des 3GSM-Kongresses in Cannes schloss Vodafone-Chef Arun Sarin ein Angebot für VU jedenfalls nicht aus. Seit mehr als anderthalb Jahren ringen die beiden Unternehmen um die Vorherrschaft bei SFR, der Mobilfunktochter von Cegetel. Nachdem vor kurzem ein Stillhalteabkommen zwischen Vodafone und VU auslief, geht Sarin wieder zum Angriff über: „SFR wird schon bald ein vollwertiges Mitglied der Vodafone-Gruppe werden.“ Sein Unternehmen sei der logische Käufer für SFR, da sich VU noch immer in der Umstrukturierung befinde. Es habe zwar keine besonderen Anzeichen gegeben, dass Paris verkaufen wolle, so Sarin, aber Vodafone könne ohne weiteres nach und nach VU-Aktien übernehmen.
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