Der französische Mischkonzern Vivendi Universal setzt die jüngste Ankündigung von CEO Jean-Bernard Lévy um und übernimmt mit den bislang noch vom Matsushita-Konzern gehaltenen 7,66 Prozent die Universal Music Group komplett. Parallel stockt VU auch seinen Anteil an NBC Universal von 18,5 auf 20 Prozent auf. Die Franzosen lassen sich den Schritt laut Medienberichten 1,15 Mrd. Dollar oder umgerechnet fast 995 Mio. Euro kosten.
Die Minderheitsbeteiligung des Matsushita-Konzerns, in Europa wohl vor allem durch seine Marke Panasonic bekannt, ist ein Überbleibsel aus den 90er-Jahren: Matsushita hatte 1991 MCA Records übernommen und vier Jahre später an Seagram verkauft, dabei aber einen kleinen Anteil an der Firma, die in der Folge zu Universal Music wurde, behalten. Darüber hinaus besitzt der japanische Elektronikkonzern auch noch Anteile an den Universal Studios, die VU gerne aufkaufen würde, um seinen Anteil an NBC Universal von derzeit 18,5 auf 20 Prozent aufzustocken.


